Michael Jan Friedman: Star Trek Doppelhelix: Die oberste Tugend

Michael Jan Friedman: Star Trek Doppelhelix - Die oberste Tugend
Michael Jan Friedman: Star Trek Doppelhelix – Die oberste Tugend

Dieser letzte Teil der Doppelhelix-Reihe führt zurück in die Zeit von Jean-Luc Picard als Captain der U.S.S. Stargazer.

In diesem Band wird das Geheimnis gelüftet, warum Gerrid Thul sich über so viele Jahre mit dem im letzten Band eliminierten Virus beschäftigte. Picard wird als Diplomat zur Vermittlung zwischen zwei Welten gerufen. Zu Seite steht ihm unter anderem Jack Crusher, der bald darauf sein Freund werden wird. Unterstützt wird die Crew der Stargazer auch noch von einem Vulkanier namens Tuvok, der mit den streitenden Völkern bereits einschlägige Erfahrungen hat.

Während Picard sich auf dem offiziellen Weg bemüht, Frieden zu stiften und dabei eine fast schon freundschaftliche Beziehung zur Thul aufbaut, sind Jack Crusher und Tuvok inkognito unterwegs und versuchen den Verursachern der jüngsten Terroranschläge auf die Spur zu kommen. Sehr zu Picards Verwunderung wird Thul als Drahtzieher entlarvt. Während eines Gefechts mit der Stargazer wird dessen Sohn getötet, was den Grundstein für Thuls Hass auf Picard und die Föderation als Ganzes begründet.

Fazit: Friedman kennt Star Trek und kann schreiben. Wer auch immer das Titelbild entwarf, kann aber offenbar nicht lesen, denn im Buch geht es um Jack Crusher, nicht um Beverley Crusher. Die taucht nur in zwei kurzen Gesprächen auf. Drei Sterne auf Goodreads.

Peter David: Star Trek Doppelhelix: Doppelt oder Nichts

Peter David: Star Trek Doppelhelix 5: Doppelt oder nichts
Peter David: Star Trek Doppelhelix 5: Doppelt oder nichts

Der Showdown der Doppelhelix-Reihe von Peter David führt zwei Captains zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Mackenzie Calhoun und Jean-Luc Picard.

Ich hatte noch kein Buch über die Excalibur, Calhouns Schiff, gelesen, aber die Figur des Captain Calhoun ist durchaus sympathisch. Die Einleitung erfolgt über einen Besuch von William Riker auf dessen Schiff, wo er nicht nur einer ungewöhnlichen Art der Führung begegnet, sondern auch noch einer alten Bekannten: Commander Shelby. Riker wird aus merkwürdigen Gründen zum Captain der Excalibur ernannt und Shelby muss wieder unter ihm dienen. Calhouns unorthodoxe Führung macht sich aber auch während seiner Abwesenheit bemerkbar, so dass es für Riker nicht ganz einfach wird, sich in seiner Rolle zurecht zu finden.

Calhoun wird währenddessen auf eine geheime Mission geschickt, offiziell hat er die Sternenflotte nach einem Streit mit einem Admiral verlassen. Seine Mission ist das Auffinden und Eliminieren von Gerrid Thuls Basis. Das gelingt ihm auch, aber ein zweiter Captain verfolgt die gleichen Ziele auf gleiche Weise: Jean-Luc Picard hat sich ebenfalls inkognito bis zu Thul durchgeschlagen und gemeinsam gelingt es ihnen, seine Basis zu zerstören.

Fazit: Das Buch lüftet die Hintergründe der Virus-Angriffe gegen die Föderation, die Picard und die Enterprise seit etlichen Jahren verfolgen. Die Verknüpfung mit der Excalibur-Reihe ist gelungen und macht durchaus Lust darauf, die entsprechenden Bücher zu lesen. Man merkt, dass Peter David ein erfahrener Star Trek-Autor ist und sein Herz für Excalibur schlägt. Kann man gut lesen, drei Sterne bei Goodreads.

John Vornholt: Star Trek Doppelhelix: Quarantäne

John Vornholt: Star Trek Doppelhelix 4: Quarantäne
John Vornholt: Star Trek Doppelhelix 4: Quarantäne

Nach dem eher schwachen dritten Teil von Diane Carey holt John Vornholt die Doppelhelix-Serie aus dem Tal. Mit Quarantäne legt er einen extrem spannenden Roman vor, der die Geschichten von alten Bekannte erzählt.

Im Mittelpunkt steht Thomas Riker, der Transportunfall-Clon von William T. Riker. Thomas, der als medizinischer Kurier für die Sternenflotte unterwegs ist, wird oft mit Will Riker verwechselt.

Auf einer Mission begegnet er dem Maquis, angeführt von Chakotay. Die Maquis versuchen den Bewohnern eines Planeten in der entmilitarisierten Zone zu helfen. Der Planet wird von Cardassianern kontrolliert und dort breitet sich die schon bekannte Seuche aus. Die Cardassianer sind nach ihren Erfahrungen auf Terok Nor natürlich nicht begeistert, auch wenn das Virus diesmal nur die Bewohner des Planeten befällt, die alle samt Mischlinge der unterschiedlichsten Rassen der Föderation sind. Während die Cardassianer planen, den Planeten auszulöschen um eine Verbreitung der Seuche zu verhindern und der Maquis verzweifelt versucht, die Seuche mit medizinischen Mitteln einzudämmen ist Thomas Riker hin und her gerissen zwischen seiner Pflicht gegenüber der Sternenflotte und seinem Wunsch zu helfen.

Fazit: Es ist recht spannend, wie Thomas Riker zum Maquis gekommen ist. Der Roman passt wesentlich besser in die Doppelhelix-Serie als der Vorgänger. Drei Sterne für richtig gute Unterhaltung.

Diane Carey: Star Trek Doppelhelix: Roter Sektor

Diane Carey: Star Trek Doppelhelix 3: Roter Sektor
Diane Carey: Star Trek Doppelhelix 3: Roter Sektor

Auch Roter Sektor spielt in der Zeit von The Next Generation, wobei aber nur zwei Charaktere aus der alten Serie auftauchen: Dr. McCoy und Mr. Spock sind. Beide spielen allerdings keine große Rolle.

Die Hauptrolle fällt stattdessen an einen Fähnrich namens Stiles. Dieser bekommt den Auftrag, Botschafter Spock von PojjanPiraKot zu evakuieren. Die Mission gelingt zwar, aber Stiles wir gefangen genommen. In der Haft hat er einen Mitgefangenen namens Zevon, der der romulanischern Herrscherfamilie entstammt. Zevon ist verantwortlich für den Konstriktor, eine wiederkehrende Schockwelle, die den Planeten heimsucht und immer wieder zahlreiche Opfer fordert. Da Zevon ein talentierter Wissenschaftler ist – auch wenn ein missglücktes Experiment den Konstriktor zur Folge hatte – können er und Stiles Fortschritte bei der Vorhersage der Schockwellen erzielen.

Mit der Evakuierung der Botschaft wurde der PojjanPiraKot zum Roten Sektor erklärt: Föderationsangehörige dürfen sich nicht in diesem Bereich aufhalten. Etliche Jahre später schafft es Dr. McCoy aber, auf Drängen von Spock, Stiles aus der Gefangenschaft zu befreien. Spock hatte nicht vergessen, dass Stiles ihn gerettet hat. Stiles wird zu einer Art Held und erhält das Kommando über ein Wartungsschiff. Es dauert wiederum ein paar Jahre bis an die Doppelhelix-Romane angeknüpft wird. Diesmal ist die romulanische Herrscherfamilie vom Virus infiziert und das Imperium droht ins Chaos zu versinken. Um ein Heilmittel herzustellen wird DNA der Familie benötigt, die nicht von dem Virus befallen ist.

Da erinnert man sich an Stiles und Zevon, der abgeschirmt auf PojjanPiraKot als Gefangener lebt. Die gesamte Gesellschaft auf PojjanPiraKot hat sich inzwischen verändert und Stiles‘ ehemaliger Gefängnisdirektor ist de-facto Herrscher des Planeten. Zevon zum Verlassen des Planeten zu bewegen ist nicht ganz einfach, gelingt aber schlussendlich doch – und auch das Heilmittel wird wieder gefunden.

Fazit: Der Roman passt irgendwie nicht in die Doppelhelix-Serie. Es geht gar nicht primär um das Virus oder die Hintergründe, sondern um Stiles, der krampfhaft auf sympathisch charakterisiert wird. McCoy und Spock sind ok, passen aber irgendwie nicht mehr in die Zeit. Besonders der Action-Teil, des über hundertjährigen McCoy ist alles andere als glaubhaft. Trotzdem drei Sterne, denn abgesehen von diesen Schwächen ist die Story ok.

Dean Wesley Smith & Kristine Kathyn Rusch: Star Trek Doppelhelix: Überträger

Dean Wesley Smith & Kristine Kathyn Rusch: Star Trek Doppelhelix 2: Überträger
Dean Wesley Smith & Kristine Kathyn Rusch: Star Trek Doppelhelix 2: Überträger

Während sich der erste Band der Doppelhelix-Reihe sehr früh in der Next Generation-Reihe angesiedelt war, spielt der zweite Band zwischen der zweiten und der dritten Staffel. Er beginnt mit der Rückkehr von Dr. Crusher und dem Abschied von Dr. Pulaski.

Letztere wird auch zur Hauptperson des Romans, was ich persönlich sehr begrüße, da ich diese Figur sehr mag. Dr. Pulaski hat nach ihrem Abschied von der Enterprise keine neue Aufgabe, die auf sie wartet und folgt dem Ruf ihres Ex-Mannes, eines Bajoraners, nach Terok Nor.

Dort ist der Empfang durch Gul Dukat und seine cardassianischen Besatzungstruppen nicht sonderlich herzlich. Dr. Pulaski und ihre Assistenten müssen sich neben dem Bekämpfen der Seuche auch noch mit dem für Menschen absurd-tyrannischen Verhalten von Gul Dukat und bajoranischen Widerstandskämpfern in Person von Kira Nerys herumschlagen. Es stellt sich heraus, dass das Virus die gleiche Signatur trägt, wie seinerzeit das Virus auf Archaria III.

Fazit: Der zweite Band der Doppelhelix-Reihe ist wesentlich runder als der erste Teil. Das mag durchaus an dem gelungenen Crossover von Deep Space Nine-Charakteren und Dr. Pulaski aus The Next Generation liegen. Die Story ist ingesamt plausibler und das Ende logischer. Gute Star Trek-Unterhaltung. Drei Sterne auf Goodreads.

John Gregory Betancourt: Star Trek Doppelhelix: Infektion

John Gregory Betancourt: Star Trek Doppelhelix 1: Infektion
John Gregory Betancourt: Star Trek Doppelhelix 1: Infektion

Die Kurzbeschreibung der Doppelhelix-Serie, die sich im Wesentlichen innerhalb der Next Generation abspielt, klang recht interessant. Also habe ich mich daran gemacht, sie zu lesen.

Der erste Teil spielt kurz nach der Indienststellung der Enterprise-D. Captain Picard und seine Crew müssen sich erst noch aufeinander einspielen, da wird die Enterprise zum Planeten Archaria III gerufen, auf dem sich eine Seuche verbreitet.

Die Seuche befällt primär Halbmenschen, die von einem großen Teil der menschlichen Bevölkerung abgelehnt werden. Damit werden durch die Seuche Ausschreitungen und Gewalt provoziert.

Als Deanna Troi ebenfalls infiziert wird, muss Dr. Crusher unter Hochdruck ein Gegenmittel für das Virus finden. Es stellt sich heraus, dass das Virus künstlich geschaffen wurde und sogar mit einer Signatur versehen ist.

Es gibt noch jede Menge Nebenhandlungen im Buch, z.B. den Biologen Dr. Tang, den Dr. Crusher eigentlich sehr schätzt, der sich aber äußert merkwürdig verhält und Gouverneur Sekk, der seine Familie vor der Seuche in Sicherheit bringen wollte und auf einem nahegelegenen Mond versteckt. Auch über den Ursprung der Seuche erfährt man etwas, ein als Händler getarntes Mitglied des Orion-Syndikats namens Solomon. Im Wesentlichen ist Picards Crew aber damit beschäftigt, sich zu organisieren und sich aufeinander einzuspielen.

Fazit: Insgesamt macht das Buch keinen schlechten Eindruck. Da es kurz nach Mission Farpoint spielt, sind natürlich keine allzu großen Überraschungen zu erwarten. Das Ende ist etwas kurz. 3 Sterne auf Goodreads.

David Alan Mack: Star Trek Destiny: Lost Souls

David Mack: Star Trek Destiny: Lost Souls
David Mack: Star Trek Destiny: Lost Souls

Lost Souls schließt David Alan Macks Trilogy Star Trek Destiny ab und bringt eine Ära im Star Trek Universum zu einem fulminanten Ende. Ein Showdown, der in Star Trek seines Gleichen sucht.

Die Titan kann mit einem gewagtem Manöver und der Unterstützung von Erika Hernandez den Caeliar entkommen. Sie erreicht den Alpha-Quadranten durch einen Subraumtunnel an der Stelle der Schlacht mit den Borg.

Die Aventine will zur Erde, um den Vorstoß der Borg dort aufzuhalten, doch Picard kann Dax davon überzeugen, dass dieses Vorhaben zu nichts führen wird. Stattdessen kehren beide Schiffe zu den Subraumtunneln zurück und treffen dort auf die Titan.

Die Überlebenden der Columbia und der Caeliar, die in der Vergangenheit gestrandet sind, sehen sich mit einem Überlebenskampf konfrontiert. Nicht alle wollen kooperieren, doch die lebensfeindlichen Bedingungen auf dem Planeten führen zum Unausweichlichen: Einige Caeliar opfern sich um das Überleben der übrigen zu gewährleisten und am Ende vereinigt sich die letzte der Caeliar mit den drei Überlebenden der Columbia. Das erste Borg-Kollektiv wurde geboren.

Die Crews der Aventine, Enterprise und Titan arbeiten derweil zusammen, um die Borg aufzuhalten. Das gelingt mit der Unterstützung von Erika Hernandez, die durch ihre Verbindung mit den Caeliar die Borg infiltrieren kann. Sie erlangt schließlich eine mit der Borg-Königin vergleichbare Macht.

Zurück auf der Aventine berichtet Hernandez von ihrer Vermutung, dass es sich bei den Caeliar und den Borg um die gleiche Rasse handelt. Sie nimmt mit den Caeliar Kontakt auf und überzeugt sie, Axion in den Azure-Nebel zu bringen. Dort kehrt sie im Austausch gegen das Außenteam der Titan zu den Caeliar zurück, die das Borg-Kollektiv assimilieren.

Am Ende wird eines klar: Egal was die Menschen getan haben oder irgendwann tun werden, niemand kann jemals die Folgen überblicken. Und vielleicht sind die Borg schon auf dem Weg zu uns…

Fazit: Wie auch die anderen Teile der Destiny-Trilogie ist Lost Souls ein unbedingtes Muss für alle Star Trek-Fans.

Lost Souls enthält die wohl beste Erklärung für Liebe, die ich jemals gelesen habe: „I don’t know if our species experience love the same way,“ he said. „All I can say is that for me, she made eternity worth contemplating.“„Ich weiß nicht, ob unsere beiden Spezies Liebe auf die gleiche Weise erfahren“, begann er. „Alles, was ich von meiner Seite aus sagen kann, ist, dass sie die Ewigkeit erwägenswert gemacht hat.“

David Alan Mack: Star Trek Destiny: Mere Mortals

David Mack: Star Trek Destiny: Mere Mortals
David Mack: Star Trek Destiny: Mere Mortals

Der zweite Teil von David Alan Macks Star Trek Destiny schließt nahtlos an den Vorgänger an. Es gelingt ihm, ein atemberaubendes Erzähltempo beizubehalten und dennoch unglaublich viele Details der parallelen Handlungen zu vermitteln.

Die Aventine ist mittlerweile durch einen Subraum-Tunnel aus dem Gamma-Quadranten zurückgekehrt und trifft im Azure-Nebel auf die schwer beschädigte Enterprise. Gemeinsam schaffen es beide Schiffe einer Borg-Attacke zu widerstehen und die Enterprise kann repariert werden. Die beiden Captains beschließen, gemeinsam vorzugehen und die Subraum-Tunnel im Azure-Nebel zu untersuchen. Diese Untersuchungen werden vom Oberkommando genehmigt, stellen sich aber als nicht einfach und äußerst gefährlich heraus. Die Aventine und die Enterprise werden unter anderem von Hirogen angegriffen und fast vernichtet.

Als die Crew der Columbia versuchte, zu entkommen, löste sie eine Katastrophe aus, die den Planeten, auf dem sie Zuflucht gefunden hatten, durch die Raum-Zeit etliche Jahrhunderte zurück warf. Gleichzeitig wurde die Columbia ans andere Ende der Galaxis geworfen, wo sich die Überlebenden der Crew mit einigen der Caeliar in einer lebensfeindlichen Umgebung arrangieren müssen. Der Teil der Crew, der sich mit Captain Hernandez auf dem Planeten der Caeliar befand, hat die Vernichtung eines großen Teils deren Werks miterlebt. Auch Captain Hernandez und ihre Mitstreiter sind nun in der Vergangenheit gefangen und haben keine Chance, jemals in ihre Heimat zurückzukehren. Während Hernandez‘ Kameraden in der Gefangenschaft verzweifeln, was eine von ihnen bis in den Selbstmord treibt, versucht Hernandez den Caeliar klar zu machen, dass sie vor allem eine sinnvolle Aufgabe benötigt. Die bekommt sie auch und darf unter Anleitung von eines Wissenschaftlers an den Arbeiten der Caeliar mitwirken. Nachdem sie alle ihre Kameraden überlebt hat, akzeptiert Hernandez die lebensverlängernden Maßnahmen durch die Cealiar und lässt sich von diesen verändern.

Das Außenteam der USS Titan darf den Orbit um den Planeten nicht verlassen. Überrascht treffen sie auf einen Mensch: Captain Erika Hernandez von der Columbia. Allerdings ist Hernandez wesentlich jünger, als zu dem Zeitpunkt des Verschwindens der Columbia. Stück für Stück erklärt Hernandez dem Außenteam der USS Titan, was passiert ist und dass sie den Planeten nie wieder verlassen dürfen. Der Crew wird freigestellt, das Schiff aufzugeben und auf den Planeten zu kommen.
Riker versucht verzweifelt, einen Weg zu finden, sein Außenteam zu retten und mit den Caeliar zu verhandeln. Währenddessen bereitet die Schwangerschaft Deanna Troi immer mehr Probleme und wird kritisch.

Auf der Erde verhandelt Präsident Nanietta Bacco mit den Botschaftern fast aller bekannten Rassen: Klingonen, Romulaner, Ferengi, Gorn und Cardassianern. Ihr Ziel ist es, eine Flotte aufzustellen, die den Vormarsch der Borg im Azure-Nebel stoppen kann. Als die Enterprise und die Aventine nach der Attacke der Hirogen durch den Subraum-Tunnel zurückkehren, hat allerdings nur ein Schiff schwer beschädigt überstanden: Die USS Voyager unter Captain Chakotey.

David Alan Mack hat mit den Caeliar eine Rasse erschaffen, die durch ihre pazifistische Einstellung de-factor die Anti-Borg sind. Für den Leser schafft er mit den parallelen, zum Teil auch zeit-übergreifenden Handlungen einen Spannungsbogen von nahezu epischem Ausmaß.
Fazit: Unbedingt weiterlesen! So spannend war Star Trek lange nicht mehr.

David Alan Mack: Star Trek Destiny: Gods of Night

David Mack: Star Trek Destiny: Gods of Night
David Mack: Star Trek Destiny: Gods of Night

Mit Gods of Night beginnt eine Roman-Trilogie von David Alan Mack, nach der in Star Trek nichts mehr sein wird, wie zuvor. Gods of Night war der erste Roman, den ich mit der Kindle App auf meinem ersten iPad gelesen habe. Und es war der erste Star Trek Roman nach zehn Jahren, den ich gelesen habe. Mittlerweile sind daraus noch eine ganze Menge mehr geworden und ich lese mit einem echten Kindle, weil mir das iPad zu anstrengend ist.

Zum Inhalt:
Ezri Dax ist fünf Jahre nach dem Dominion Krieg zum Captain der USS Aventine geworden. Auf einer Erkundungsmission im Gamma-Quadraten möchte sie ein Rätsel lösen, das noch vor dem Dominion-Krieg von der USS Defiant entdeckt wurde: Auf einem Wüstenplaneten liegt das Wrack der Columbia NX-02, die 200 Jahre zuvor verschollen war.
Damals konnte an Bord der Columbia keinerlei Spur der ehemaligen Crew entdeckt werden, doch das ist beim Besuch der Aventine anders. Captain Dax sieht sich gezwungen, die Befehle des Oberkommandos, in den Alpha-Quadranten zurückzukehren, vorerst zu ignorieren, um dieses Rätsel zu lösen.

200 Jahre vorher eskortiert die Columbia unter Captain Erika Hernandez einen Konvoi und wird von fremden Schiffen attackiert. Der Konvoi wird vernichtet und die Columbia irreparabel beschädigt. Mit ausgefallenem Warp-Antrieb bleibt nur die Möglichkeit, unter Ausnutzung relativistischer Effekte, ein nahegelegenes Planetensystem anzusteuern. Das schafft die Columbia im Verlauf vieler Monate, die allerdings aufgrund des relativistischen Effekts in Wahrheit mehr als ein dutzend Jahre sind. Der einzige erdähnliche Planet in diesem System wird von einer Spezies bewohnt, die hoch entwickelt ist, sich aber lieber vom Rest des Universum distanzieren möchte und die Columbia zum Bleiben zwingt. Das gefällt nicht allen in der Crew der Columbia und es kommt zu einer Art Meuterei.

An Bord der USS Enterprise bemerkt Captain Picard, dass die Borg zurückgekehrt sind. Nicht lange danach tauchen erste Schiffe auf und überfallen Planeten der Föderation. Die Enterprise ist eines der wenigen Schiffe, das mit Transphasen-Torpedos ausgestattet ist, einer Waffe, der die Bord nichts entgegenzusetzen haben. Also muss die Enterprise von Schlacht zu Schlacht jagen, um zu retten, was noch zu retten ist. Picard ist klar, dass ein einzelnes Schiff nichts gegen die Invasionsflotte der Borg ausrichten kann und resigniert zusehend. Das wird erschwert, weil Beverly Crusher, mit der er mittlerweile verheiratet ist, ein Kind von ihm erwartet.

Weit weg im Beta-Quadranten, stößt die Crew der USS Titan auf einen versteckten Planeten. Um das Rätsel zu lösen, begeben sich einige der Crew, darunter auch Rikers erster Offizier Christine Vale und Deanna Troi, die gerade schwanger ist, was aufgrund ihrer Abstammung ein hohes medizinisches Risiko darstellt. Während die Titan gezwungen wird, das System zu verlassen, wird das Außenteam auf dem Planeten festgehalten.

Währenddessen nehmen die Angriffe der Borg auf das Gebiet der Föderation immer mehr zu und drohen sie endgültig zu vernichten.

Fazit: Ein Meisterwerk, sicher nicht als Einstieg in Star Trek geeignet, aber für alle die wissen wollen, was nach der Enterprise E kommen wird, unverzichtbar.

David R. George III: Star Trek Feuertaufe: McCoy – Die Herkunft der Schatten

David R. George III: Star Trek Feuertaufe: McCoy - Die Herkunft der Schatten
David R. George III: Star Trek Feuertaufe: McCoy – Die Herkunft der Schatten

Ich hatte schon vor einer ganzen Weile begonnen, wieder Star Trek Romane zu lesen, allerdings nur auf Englisch. Zufällig fiel mir dann der erste Teil der Trilogie Star Trek Feuertaufe in die Hände. Die Einleitung klang vielversprechend und ich hatte früher die Romane zur alten Serie mit Begeisterung verschlungen. Kurzentschlossen kaufe ich den Roman.

Als ich dann begann, Die Herkunft der Schatten zu lesen, war ich enttäuscht. Die Handlung war träge und zäh, es passierte ungefähr 200 Seiten lang nichts wirklich interessantes. Das Buch lag dann eine ganze Weile auf meinem Bücherstapel, das Lesezeichen irgendwo bei Seite 200. Vor einigen Tagen beschloss ich dann, dem Buch noch eine Chance zu geben. Und plötzlich wurde es spannend, plötzlich war ich begeistert von der Handlung und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

David R. George III ist mit Die Herkunft der Schatten ein Einblick in das Leben von Dr. McCoy gelungen, wie es ihn vorher in keinem Roman gegeben hat. Der Autor lässt bewusst die Ereignisse aus Romanen beiseite und baut die Handlung nur auf Erkenntnisse aus der Serie und den Filmen auf. Das ist einerseits schade, weil sich dadurch Unstimmigkeiten ergeben, die Lesern von Die verlorenen Jahre und für Star Trek ähnlich wichtigen Romanen direkt auffallen, andererseits aber auch gut, denn es eröffnet die Möglichkeit, McCoy als einen Charakter zu zeichnen, der viele Seiten hat, die bisher unbekannt waren.

Die erste Handlung des Buches beginnt 2267. Dr. McCoy wurde gerade durch den Hüter der Zeit ins Jahr 1930 zurückversetzt und rettet Edith Keeler das Leben. Durch dieses Ereignis stört er die Zeitlinie und bleibt in der Vergangenheit gefangen. Während in der Episode Kirk und Spock ebenfalls in der Zeit zurück reisen und McCoy wieder ins Jahr 2267 holen, beleuchtet der Roman in seinem zweiten Handlungsstrang, was in den Jahren nach 1930 mit McCoy passierte.

Die Handlungen wechseln sich kapitelweise ab und beleuchten auf sehr interessante Weise, wie sich die Handlungen von McCoy im 20. Jahrhundert der Erde auf sein Leben im 23. Jahrhundert auswirken. Erst als McCoy im 20. Jahrhundert mit sich selbst ins Reine kommt, gelingt es ihm auch im 23. Jahrhundert. Er macht sich auf, um herauszufinden, was mit ihm in der alternativen Zeitlinie passierte und seine Seele kann endlich Ruhe und Liebe finden.

Der Roman erzählt McCoys Geschichte über fast 100 Jahre lang, beginnend bei der ersten Begegnung mit dem Hüter der Zeit bis hin zu seinem Besung auf der Enterprise NCC-1701-D im jahre 2364. Ein Buch, das sich zu lesen lohnt, auch wenn es leider erst nach einem viertel seines Umfangs richtig Fahrt aufnimmt.

Fazit: Sehr empfehlenswert für alle, die Star Trek lieben.