David R. George III: Star Trek Feuertaufe: McCoy – Die Herkunft der Schatten

David R. George III: Star Trek Feuertaufe: McCoy - Die Herkunft der Schatten
David R. George III: Star Trek Feuertaufe: McCoy – Die Herkunft der Schatten

Ich hatte schon vor einer ganzen Weile begonnen, wieder Star Trek Romane zu lesen, allerdings nur auf Englisch. Zufällig fiel mir dann der erste Teil der Trilogie Star Trek Feuertaufe in die Hände. Die Einleitung klang vielversprechend und ich hatte früher die Romane zur alten Serie mit Begeisterung verschlungen. Kurzentschlossen kaufe ich den Roman.

Als ich dann begann, Die Herkunft der Schatten zu lesen, war ich enttäuscht. Die Handlung war träge und zäh, es passierte ungefähr 200 Seiten lang nichts wirklich interessantes. Das Buch lag dann eine ganze Weile auf meinem Bücherstapel, das Lesezeichen irgendwo bei Seite 200. Vor einigen Tagen beschloss ich dann, dem Buch noch eine Chance zu geben. Und plötzlich wurde es spannend, plötzlich war ich begeistert von der Handlung und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

David R. George III ist mit Die Herkunft der Schatten ein Einblick in das Leben von Dr. McCoy gelungen, wie es ihn vorher in keinem Roman gegeben hat. Der Autor lässt bewusst die Ereignisse aus Romanen beiseite und baut die Handlung nur auf Erkenntnisse aus der Serie und den Filmen auf. Das ist einerseits schade, weil sich dadurch Unstimmigkeiten ergeben, die Lesern von Die verlorenen Jahre und für Star Trek ähnlich wichtigen Romanen direkt auffallen, andererseits aber auch gut, denn es eröffnet die Möglichkeit, McCoy als einen Charakter zu zeichnen, der viele Seiten hat, die bisher unbekannt waren.

Die erste Handlung des Buches beginnt 2267. Dr. McCoy wurde gerade durch den Hüter der Zeit ins Jahr 1930 zurückversetzt und rettet Edith Keeler das Leben. Durch dieses Ereignis stört er die Zeitlinie und bleibt in der Vergangenheit gefangen. Während in der Episode Kirk und Spock ebenfalls in der Zeit zurück reisen und McCoy wieder ins Jahr 2267 holen, beleuchtet der Roman in seinem zweiten Handlungsstrang, was in den Jahren nach 1930 mit McCoy passierte.

Die Handlungen wechseln sich kapitelweise ab und beleuchten auf sehr interessante Weise, wie sich die Handlungen von McCoy im 20. Jahrhundert der Erde auf sein Leben im 23. Jahrhundert auswirken. Erst als McCoy im 20. Jahrhundert mit sich selbst ins Reine kommt, gelingt es ihm auch im 23. Jahrhundert. Er macht sich auf, um herauszufinden, was mit ihm in der alternativen Zeitlinie passierte und seine Seele kann endlich Ruhe und Liebe finden.

Der Roman erzählt McCoys Geschichte über fast 100 Jahre lang, beginnend bei der ersten Begegnung mit dem Hüter der Zeit bis hin zu seinem Besung auf der Enterprise NCC-1701-D im jahre 2364. Ein Buch, das sich zu lesen lohnt, auch wenn es leider erst nach einem viertel seines Umfangs richtig Fahrt aufnimmt.

Fazit: Sehr empfehlenswert für alle, die Star Trek lieben.