Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Butlers Djihad

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Butlers Djihad
Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Butlers Djihad

Mit Butlers Djihad erzählen Brian Herbert und Kevin J. Anderson den ersten Teil der lange zurück liegenden Vorgeschichte zu Frank Herberts Wüstenplanet. Wie auch in den später geschriebenen drei Bänden der Chroniken des Wüstenplaneten erreicht das Autorenduo bei weitem nicht das sprachliche Niveau von Frank Herbert.

Zum Inhalt: Der erste Teil der Legende des Wüstenplaneten behandelt eigentlich die Vorgeschichte von Butlers Djihad. Der Leser lernt die wesentlichen Figuren kennen, Serena Butler, die Tochter des Viceroys der Liga der Edlen, die in die Sklaverei der Denkmaschinen gerät, Xavier Harkonnen, ihren Verlobten, der sie daraufhin tot glaubt, Vorian Atreides, Sohn den Cymek Agamemnon, der sich auf die Seite der Menschen schlägt. Außerdem noch den Allgeist Omnius, der Computer, der die synchronisierten Welten beherrscht und Erasmus, einen eigenwilligen Roboter, dessen Verhalten schon fast menschliche Züge aufweist.

Die Geschichte selbst lässt sich kurz zusammenfassen: Durch die Titanen – zu denen auch Agamemnon gehört – erlangen die Denkmaschinen die Herrschaft über einige Welten der Menschen. Die Liga der Edlen ist nicht betroffen, wird aber zu eigentlichen Beginn der Handlung attackiert. Serena Butler versucht, dagegen auf eigene Faust Maßnahmen zu ergreifen, wird aber von den Maschinen gefangen. Sie wird von Erasmus als Sklavin gehalten und bekommt in der Gefangenschaft ein Kind von Xavier, mit dem sie sich kurz vorher verlobt hatte. Das Kind – Manion Butler – wird von Erasmus getötet, was letzten Endes den Ausschlag für einen Aufstand der Sklaven auf der Erde und damit Butlers Djihad gibt.

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Butlers DjihadParallel dazu werden noch einige weitere Handlungen erzählt, die aus meiner Sicht primär dazu dienen, den Stoff auf drei Bände zu strecken. Eine dieser Handlungen ist die Geschichte von Selim Wurmreiter, dem ersten Bewohner von Arrakis, der auf einem Sandwurm reitet, nachdem er fälschlicherweise von seinem Naib verbannt wurde. Eine andere Handlung dreht sich um Tio Holtzmann, der ja durch den nach ihm benannten Antrieb und die Schilde schon in Frank Herberts Romanen erwähnt wurde. Hier wird schnell klar, dass er bei weitem nicht so genial ist, wie ihn die Geschichte später darstellt, sondern viele seiner Ideen Norma Cevna verdankt, der Tochter von Zufa Cevna, die die Herrin der Zauberinnen von Rossak ist. Um diese und ihren Gatten Aurelius Venport spannt sich dann auch eine dritte Nebenhandlung.

Fazit: Das Buch liest sich relativ schnell, weil die Kapitel so kurz sind. Das sprachliche Niveau ist gerade noch erträglich, die Neugier hält den Leser bei der Stange. Zwei Sterne bei Goodreads.

David Alan Mack: Star Trek Destiny: Lost Souls

David Mack: Star Trek Destiny: Lost Souls
David Mack: Star Trek Destiny: Lost Souls

Lost Souls schließt David Alan Macks Trilogy Star Trek Destiny ab und bringt eine Ära im Star Trek Universum zu einem fulminanten Ende. Ein Showdown, der in Star Trek seines Gleichen sucht.

Die Titan kann mit einem gewagtem Manöver und der Unterstützung von Erika Hernandez den Caeliar entkommen. Sie erreicht den Alpha-Quadranten durch einen Subraumtunnel an der Stelle der Schlacht mit den Borg.

Die Aventine will zur Erde, um den Vorstoß der Borg dort aufzuhalten, doch Picard kann Dax davon überzeugen, dass dieses Vorhaben zu nichts führen wird. Stattdessen kehren beide Schiffe zu den Subraumtunneln zurück und treffen dort auf die Titan.

Die Überlebenden der Columbia und der Caeliar, die in der Vergangenheit gestrandet sind, sehen sich mit einem Überlebenskampf konfrontiert. Nicht alle wollen kooperieren, doch die lebensfeindlichen Bedingungen auf dem Planeten führen zum Unausweichlichen: Einige Caeliar opfern sich um das Überleben der übrigen zu gewährleisten und am Ende vereinigt sich die letzte der Caeliar mit den drei Überlebenden der Columbia. Das erste Borg-Kollektiv wurde geboren.

Die Crews der Aventine, Enterprise und Titan arbeiten derweil zusammen, um die Borg aufzuhalten. Das gelingt mit der Unterstützung von Erika Hernandez, die durch ihre Verbindung mit den Caeliar die Borg infiltrieren kann. Sie erlangt schließlich eine mit der Borg-Königin vergleichbare Macht.

Zurück auf der Aventine berichtet Hernandez von ihrer Vermutung, dass es sich bei den Caeliar und den Borg um die gleiche Rasse handelt. Sie nimmt mit den Caeliar Kontakt auf und überzeugt sie, Axion in den Azure-Nebel zu bringen. Dort kehrt sie im Austausch gegen das Außenteam der Titan zu den Caeliar zurück, die das Borg-Kollektiv assimilieren.

Am Ende wird eines klar: Egal was die Menschen getan haben oder irgendwann tun werden, niemand kann jemals die Folgen überblicken. Und vielleicht sind die Borg schon auf dem Weg zu uns…

Fazit: Wie auch die anderen Teile der Destiny-Trilogie ist Lost Souls ein unbedingtes Muss für alle Star Trek-Fans.

Lost Souls enthält die wohl beste Erklärung für Liebe, die ich jemals gelesen habe: „I don’t know if our species experience love the same way,“ he said. „All I can say is that for me, she made eternity worth contemplating.“„Ich weiß nicht, ob unsere beiden Spezies Liebe auf die gleiche Weise erfahren“, begann er. „Alles, was ich von meiner Seite aus sagen kann, ist, dass sie die Ewigkeit erwägenswert gemacht hat.“

David Alan Mack: Star Trek Destiny: Mere Mortals

David Mack: Star Trek Destiny: Mere Mortals
David Mack: Star Trek Destiny: Mere Mortals

Der zweite Teil von David Alan Macks Star Trek Destiny schließt nahtlos an den Vorgänger an. Es gelingt ihm, ein atemberaubendes Erzähltempo beizubehalten und dennoch unglaublich viele Details der parallelen Handlungen zu vermitteln.

Die Aventine ist mittlerweile durch einen Subraum-Tunnel aus dem Gamma-Quadranten zurückgekehrt und trifft im Azure-Nebel auf die schwer beschädigte Enterprise. Gemeinsam schaffen es beide Schiffe einer Borg-Attacke zu widerstehen und die Enterprise kann repariert werden. Die beiden Captains beschließen, gemeinsam vorzugehen und die Subraum-Tunnel im Azure-Nebel zu untersuchen. Diese Untersuchungen werden vom Oberkommando genehmigt, stellen sich aber als nicht einfach und äußerst gefährlich heraus. Die Aventine und die Enterprise werden unter anderem von Hirogen angegriffen und fast vernichtet.

Als die Crew der Columbia versuchte, zu entkommen, löste sie eine Katastrophe aus, die den Planeten, auf dem sie Zuflucht gefunden hatten, durch die Raum-Zeit etliche Jahrhunderte zurück warf. Gleichzeitig wurde die Columbia ans andere Ende der Galaxis geworfen, wo sich die Überlebenden der Crew mit einigen der Caeliar in einer lebensfeindlichen Umgebung arrangieren müssen. Der Teil der Crew, der sich mit Captain Hernandez auf dem Planeten der Caeliar befand, hat die Vernichtung eines großen Teils deren Werks miterlebt. Auch Captain Hernandez und ihre Mitstreiter sind nun in der Vergangenheit gefangen und haben keine Chance, jemals in ihre Heimat zurückzukehren. Während Hernandez‘ Kameraden in der Gefangenschaft verzweifeln, was eine von ihnen bis in den Selbstmord treibt, versucht Hernandez den Caeliar klar zu machen, dass sie vor allem eine sinnvolle Aufgabe benötigt. Die bekommt sie auch und darf unter Anleitung von eines Wissenschaftlers an den Arbeiten der Caeliar mitwirken. Nachdem sie alle ihre Kameraden überlebt hat, akzeptiert Hernandez die lebensverlängernden Maßnahmen durch die Cealiar und lässt sich von diesen verändern.

Das Außenteam der USS Titan darf den Orbit um den Planeten nicht verlassen. Überrascht treffen sie auf einen Mensch: Captain Erika Hernandez von der Columbia. Allerdings ist Hernandez wesentlich jünger, als zu dem Zeitpunkt des Verschwindens der Columbia. Stück für Stück erklärt Hernandez dem Außenteam der USS Titan, was passiert ist und dass sie den Planeten nie wieder verlassen dürfen. Der Crew wird freigestellt, das Schiff aufzugeben und auf den Planeten zu kommen.
Riker versucht verzweifelt, einen Weg zu finden, sein Außenteam zu retten und mit den Caeliar zu verhandeln. Währenddessen bereitet die Schwangerschaft Deanna Troi immer mehr Probleme und wird kritisch.

Auf der Erde verhandelt Präsident Nanietta Bacco mit den Botschaftern fast aller bekannten Rassen: Klingonen, Romulaner, Ferengi, Gorn und Cardassianern. Ihr Ziel ist es, eine Flotte aufzustellen, die den Vormarsch der Borg im Azure-Nebel stoppen kann. Als die Enterprise und die Aventine nach der Attacke der Hirogen durch den Subraum-Tunnel zurückkehren, hat allerdings nur ein Schiff schwer beschädigt überstanden: Die USS Voyager unter Captain Chakotey.

David Alan Mack hat mit den Caeliar eine Rasse erschaffen, die durch ihre pazifistische Einstellung de-factor die Anti-Borg sind. Für den Leser schafft er mit den parallelen, zum Teil auch zeit-übergreifenden Handlungen einen Spannungsbogen von nahezu epischem Ausmaß.
Fazit: Unbedingt weiterlesen! So spannend war Star Trek lange nicht mehr.

David Alan Mack: Star Trek Destiny: Gods of Night

David Mack: Star Trek Destiny: Gods of Night
David Mack: Star Trek Destiny: Gods of Night

Mit Gods of Night beginnt eine Roman-Trilogie von David Alan Mack, nach der in Star Trek nichts mehr sein wird, wie zuvor. Gods of Night war der erste Roman, den ich mit der Kindle App auf meinem ersten iPad gelesen habe. Und es war der erste Star Trek Roman nach zehn Jahren, den ich gelesen habe. Mittlerweile sind daraus noch eine ganze Menge mehr geworden und ich lese mit einem echten Kindle, weil mir das iPad zu anstrengend ist.

Zum Inhalt:
Ezri Dax ist fünf Jahre nach dem Dominion Krieg zum Captain der USS Aventine geworden. Auf einer Erkundungsmission im Gamma-Quadraten möchte sie ein Rätsel lösen, das noch vor dem Dominion-Krieg von der USS Defiant entdeckt wurde: Auf einem Wüstenplaneten liegt das Wrack der Columbia NX-02, die 200 Jahre zuvor verschollen war.
Damals konnte an Bord der Columbia keinerlei Spur der ehemaligen Crew entdeckt werden, doch das ist beim Besuch der Aventine anders. Captain Dax sieht sich gezwungen, die Befehle des Oberkommandos, in den Alpha-Quadranten zurückzukehren, vorerst zu ignorieren, um dieses Rätsel zu lösen.

200 Jahre vorher eskortiert die Columbia unter Captain Erika Hernandez einen Konvoi und wird von fremden Schiffen attackiert. Der Konvoi wird vernichtet und die Columbia irreparabel beschädigt. Mit ausgefallenem Warp-Antrieb bleibt nur die Möglichkeit, unter Ausnutzung relativistischer Effekte, ein nahegelegenes Planetensystem anzusteuern. Das schafft die Columbia im Verlauf vieler Monate, die allerdings aufgrund des relativistischen Effekts in Wahrheit mehr als ein dutzend Jahre sind. Der einzige erdähnliche Planet in diesem System wird von einer Spezies bewohnt, die hoch entwickelt ist, sich aber lieber vom Rest des Universum distanzieren möchte und die Columbia zum Bleiben zwingt. Das gefällt nicht allen in der Crew der Columbia und es kommt zu einer Art Meuterei.

An Bord der USS Enterprise bemerkt Captain Picard, dass die Borg zurückgekehrt sind. Nicht lange danach tauchen erste Schiffe auf und überfallen Planeten der Föderation. Die Enterprise ist eines der wenigen Schiffe, das mit Transphasen-Torpedos ausgestattet ist, einer Waffe, der die Bord nichts entgegenzusetzen haben. Also muss die Enterprise von Schlacht zu Schlacht jagen, um zu retten, was noch zu retten ist. Picard ist klar, dass ein einzelnes Schiff nichts gegen die Invasionsflotte der Borg ausrichten kann und resigniert zusehend. Das wird erschwert, weil Beverly Crusher, mit der er mittlerweile verheiratet ist, ein Kind von ihm erwartet.

Weit weg im Beta-Quadranten, stößt die Crew der USS Titan auf einen versteckten Planeten. Um das Rätsel zu lösen, begeben sich einige der Crew, darunter auch Rikers erster Offizier Christine Vale und Deanna Troi, die gerade schwanger ist, was aufgrund ihrer Abstammung ein hohes medizinisches Risiko darstellt. Während die Titan gezwungen wird, das System zu verlassen, wird das Außenteam auf dem Planeten festgehalten.

Währenddessen nehmen die Angriffe der Borg auf das Gebiet der Föderation immer mehr zu und drohen sie endgültig zu vernichten.

Fazit: Ein Meisterwerk, sicher nicht als Einstieg in Star Trek geeignet, aber für alle die wissen wollen, was nach der Enterprise E kommen wird, unverzichtbar.

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Corrino

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Corrino
Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Corrino

Das Haus Corrino bildet den Abschluss der Trilogie Der Wüstenplanet: Die frühen Chroniken. Wie auch der erste und zweite Teil des Prequels zu Frank Herberts Wüstenplanet, handelt es sich um die schwache Umsetzung einer starken Geschichte.

Zum Inhalt:
Liet Kynes, Sohn des imperialen Planetologen Pardot Kynes, übernimmt nach dessen Tod seine Aufgaben. Als er vom Imperator Unterstützung in seinem Kampf gegen die Harkonnen einfordert, weigert sich Shaddam, diese zu gewähren. Für Shaddam ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Bene Tleilax den Ersatz für das Gewürz liefern können. Erste Proben scheinen vielversprechend zu sein.
Shaddam beginnt daraufhin den Großen Gewürzkrieg, bei dem er sämtliche Gewürzvorräte aller Häuser in seine Gewalt bringen will. Davon wird das Haus Harkonnen besonders schwer getroffen. Während der Gewürzersatz der Tleilaxu dazu führt, dass Gildenschiffe im Hyperraum stranden, beginnen die Fremen auf Arrakis einen Aufstand gegen die Harkonnen, die den Wüstenplaneten nur mit Mühe halten können.

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Corrino
Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Corrino – Taschenbuch

Letos Konkubine Jessica bringt entgegen der Anordnungen ihres Ordens, einen Sohn zur Welt: Paul Atreides. Das stört die Pläne der Bene Gesserit empfindlich, besteht doch die Gefahr, dass ihr gesamtes Zuchtprogramm zum Kwisatz Haderach fehlschlägt.
Als sich Leto Atreides entschließt, gemeinsam mit Rhombur Vernius dessen Heimat Ix zurück zu erobern, müssen sich sowohl der Imperator als auch das Haus Harkonnen mit unangenehmen Konsequenzen auseinandersetzen. Die Rückeroberung von Ix gelingt schließlich und die Pläne der Tleilaxu werden aufgedeckt. Imperator Shaddam schafft es, die Schuld am Handeln der Bene Tleilax auf seinen toten Vater abzuwälzen, der in den letzten Jahren seiner Herrschaft durch Gift, verabreicht von seinem Sohn, geistig verwirrt war.

Der dritte Band schließt die Trilogie ab, ohne wesentlich neues zu bieten. Was die Geschichte angeht, war das auch nicht zu erwarten. Insgesamt muss man festhalten, dass die gesamte Trilogie Die frühen Chroniken eher schwach ist. Ob das an der Übersetzung oder an den Autoren liegt, vermag ich nicht zu sagen.
Fazit: Unterhaltsam, aber bei weitem kein Meisterwerk.

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Harkonnen

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Harkonnen
Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Harkonnen

Der zweite Band von Der Wüstenplanet: Die frühen Chroniken ist in der deutschen Ausgabe dem ersten Teil ganz ähnlich.

Zum Inhalt:
Graf Vernius von Ix zieht nach der Eroberung seiner Heimatwelt mit wenigen Getreuen als Renegat durch die Galaxis. Seine Kinder befinden sich nach wie vor auf Caladan, in der Obhut des Hauses Atreides.
Leto Atreides trägt gemeinsam mit Rhombur Vernius seinen Protest gegen die Eroberung von Ix vor dem Imperator Shaddam vor. Doch auch wenn sich Shaddam in vielen Belangen gegen seinen Vater Elrood gestellt hat, ist die Möglichkeit, auf Ix einen Ersatz für das Gewürz zu produzieren, zu lukrativ, als dass er sich in diesem Punkt von den Plänen seines Vaters abwendet. Außerdem wäre es zu gefährlich, wenn die Öffentlichkeit erführe, dass an der Eroberung von Ix auch Sardaukar des Imperators beteiligt waren.
Pardot Kynes, imperialer Planetologe auf Arrakis, schließt sich den Fremen an und gründet eine Familie.

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Harkonnen
Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Harkonnen – Taschenbuch

Wladimir Harkonnen erfährt von einem Suk-Arzt, warum sein Körper mehr und mehr verfällt: Die Bene Gesserit haben sich mit einer Krankheit an ihm gerächt. Dafür plant er sie zur Rechenschaft zu ziehen. Der Schlag gegen die Bene Gesserit misslingt aber durch die verfehlte Eigenintiative seines Neffen Rabban. Damit gelangt das Tarnschiff der Harkonnen in deren Hände. Die Militärmacht der Harkonnen wird dadurch erheblich geschwächt.
Duncan Idahoe wird von den Atreides zur Ausbildung als Schwertmeister geschickt und zwischen Leto Atreides und Kailea entwickelt sich eine Romanze. Kailea wird unzufriedener und verbittert, nachdem ihrer und Letos Sohn Victor bei einem Unfall ums Leben kommt und Leto sich nicht zu einem Militärschlag gegen die Bene Tleilax auf Ix entschließt. Dazu kommt, dass Leto die Bene Gesserit Jessica auf Wunsch des Ordens als Konkubine annimmt. Jessica, deren Vater Baron Harkonnen ist, soll für die Bene Gesserit eine Tochter von Leto Atreides empfangen.
Währenddessen flüchtet Gurney Halleck von Giedi Primus, der Heimatwelt der Harkonnen, um sich dem Haus Atreides anzuschließen.

Fazit: Die Geschichte entwickelt sich vorhersehbar. Ein spannendes Element kommt durch die vielen parallelen Handlungsstränge ins Geschehen. Wer den ersten Teil gut fand, wird vom zweiten Teil nicht enttäuscht werden. An Frank Herberts Werk reicht aber auch dieser Band nicht heran.

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Atreides

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Atreides
Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Atreides

Mit Der Wüstenplanet: die frühen Chroniken legen Brain Herbet und Kevin J. Anderson eine Trilogie vor, die direkt vor den Ereignissen aus Frank Herberts Wüstenplant spielt. Die Chroniken beschreiben im Wesentlichen das Leben von Herzog Leto Atreides und Baron Wladimir Harkonnen. Der Hauptaugenmerk liegt aber in allen drei Teilen definitiv auf Leto Atreides, der als Lichtgestalt präsentiert wird.

Da ich die englische Originalausgabe noch nicht gelesen habe, kann ich nur die deutsche Übersetzung von Bernhard Kempen rezensieren. Sprachlich kann es das Buch auf keinen Fall mit Frank Herberts Romanen aufnehmen – ob das an der Übersetzung liegt oder an den Autoren, kann ich nicht beurteilen. Die Geschichte selbst ist spannend und es werden auf viele offene Fragen Antworten gegeben, wenn sie auch häufig nicht sonderlich befriedigend sind. Allerdings wirkt die Sprache an vielen Stellen sehr einfach, fast schon kindlich-naiv.

Zum Inhalt:

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Atreides
Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Das Haus Atreides – Taschenbuch

Leto Atreides wird von seinem Vater Paulus nach Ix geschickt, um dort ein Jahr am Hof seines Freundes Vernius zu verbringen. Gleichzeitig verbündet sich der alte Imperator Elrood mit den Bene Tleilax, um ein künstliches Gewürz herzustellen. Dafür erlaubt er den Bene Tleilax, Ix zu erobern. Leto Atreides entkommt nur knapp mit den Kindern von Vernius der Katastrophe und kann zu seinem Heimatplaneten Caladan flüchten. Dort angekommen, wird Paulus Opfer einer Intrige der Harkonnen. Leto muss, eigentlich noch zu jung, die Rolle des Herzogs übernehmen.
Auf seiner ersten Reise zum Hof des Imperators gelingt es dem Haus Harkonnen, Leto einen Angriff auf die Bene Tleilax anzuhängen. Parallel dazu versuchen die Bene Gesserit ihr Zuchtprogramm zum Kwisatz Haderach zu vollenden. Dazu benötigen sie das genetische Material der Harkonnen, das sie sich von Baron Wladimir Harkonnen besorgen. Pardot Kynes, wird vom Imperator nach Arrakis entsandt, um die Ursprünge des Gewürz zu erforschen. Dort begegnet er auch den Harkonnen, denen Arrakis vom Imperator als Lehen gegeben wurde. Nach dem Überfall auf Ix bildet sich unter der Bevölkerung Widerstand. Einem der Rebellen gelingt es, mit seinem Zwillingsbruder, der seit einiger Zeit Gildenavigator ist, Kontakt aufzunehmen und ihn über die wahren Ursachen des Untergangs von Ix in Kenntnis zu setzen.
Zu guter Letzt erzählt das Buch noch von Duncan Idahoes Flucht nach Caladan und seiner Aufnahme bei den Atreides.

Die Handlung des Buches ist sehr komplex, da viele parallele Stränge erzählt werden, die von Frank Herbert nur angedeutet wurden.
Fazit: Das Buch ist unterhaltsam, erreicht aber nicht das philosophische Niveau des Originals.

David R. George III: Star Trek Feuertaufe: McCoy – Die Herkunft der Schatten

David R. George III: Star Trek Feuertaufe: McCoy - Die Herkunft der Schatten
David R. George III: Star Trek Feuertaufe: McCoy – Die Herkunft der Schatten

Ich hatte schon vor einer ganzen Weile begonnen, wieder Star Trek Romane zu lesen, allerdings nur auf Englisch. Zufällig fiel mir dann der erste Teil der Trilogie Star Trek Feuertaufe in die Hände. Die Einleitung klang vielversprechend und ich hatte früher die Romane zur alten Serie mit Begeisterung verschlungen. Kurzentschlossen kaufe ich den Roman.

Als ich dann begann, Die Herkunft der Schatten zu lesen, war ich enttäuscht. Die Handlung war träge und zäh, es passierte ungefähr 200 Seiten lang nichts wirklich interessantes. Das Buch lag dann eine ganze Weile auf meinem Bücherstapel, das Lesezeichen irgendwo bei Seite 200. Vor einigen Tagen beschloss ich dann, dem Buch noch eine Chance zu geben. Und plötzlich wurde es spannend, plötzlich war ich begeistert von der Handlung und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

David R. George III ist mit Die Herkunft der Schatten ein Einblick in das Leben von Dr. McCoy gelungen, wie es ihn vorher in keinem Roman gegeben hat. Der Autor lässt bewusst die Ereignisse aus Romanen beiseite und baut die Handlung nur auf Erkenntnisse aus der Serie und den Filmen auf. Das ist einerseits schade, weil sich dadurch Unstimmigkeiten ergeben, die Lesern von Die verlorenen Jahre und für Star Trek ähnlich wichtigen Romanen direkt auffallen, andererseits aber auch gut, denn es eröffnet die Möglichkeit, McCoy als einen Charakter zu zeichnen, der viele Seiten hat, die bisher unbekannt waren.

Die erste Handlung des Buches beginnt 2267. Dr. McCoy wurde gerade durch den Hüter der Zeit ins Jahr 1930 zurückversetzt und rettet Edith Keeler das Leben. Durch dieses Ereignis stört er die Zeitlinie und bleibt in der Vergangenheit gefangen. Während in der Episode Kirk und Spock ebenfalls in der Zeit zurück reisen und McCoy wieder ins Jahr 2267 holen, beleuchtet der Roman in seinem zweiten Handlungsstrang, was in den Jahren nach 1930 mit McCoy passierte.

Die Handlungen wechseln sich kapitelweise ab und beleuchten auf sehr interessante Weise, wie sich die Handlungen von McCoy im 20. Jahrhundert der Erde auf sein Leben im 23. Jahrhundert auswirken. Erst als McCoy im 20. Jahrhundert mit sich selbst ins Reine kommt, gelingt es ihm auch im 23. Jahrhundert. Er macht sich auf, um herauszufinden, was mit ihm in der alternativen Zeitlinie passierte und seine Seele kann endlich Ruhe und Liebe finden.

Der Roman erzählt McCoys Geschichte über fast 100 Jahre lang, beginnend bei der ersten Begegnung mit dem Hüter der Zeit bis hin zu seinem Besung auf der Enterprise NCC-1701-D im jahre 2364. Ein Buch, das sich zu lesen lohnt, auch wenn es leider erst nach einem viertel seines Umfangs richtig Fahrt aufnimmt.

Fazit: Sehr empfehlenswert für alle, die Star Trek lieben.

Steve Alten: Die Rückkehr

Steve Alten: Die Rückkehr
Steve Alten: Die Rückkehr

Den ersten Teil, 2012 – Schatten der Verdammnis, habe ich ja bereits vor einigen Jahren rezensiert. Nun ist 2012 vergangen, ohne dass irgend etwas Nennenswertes passierte. Genauso wenig wie 2012 etwas Nennenswertes passierte, ist auch diese Fortsetzung nur wenig nennenswert. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht so recht, was ich dazu sagen soll.

Sie spielt 10 bis 20 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils. Dominique hat Zwillinge von Michael bekommen und versucht die beiden einigermaßen behütet zu erziehen. Das klappt natürlich nicht, weil sie ja Bestandteil der Maya-Prophezeiung sind.

In einem mehrere Dekanden dauernden Hin und Her, bei dem einer der beiden Jungs telephatischen Kontakt zu einem zeitgleich geborenen Mädchen hält, dass sich zu einer besonders bösen und hinterhältigen Frau entwickelt, reisen die beiden Gabriel-Zwillinge mit ziemlich schrägen Typen irgendwo hin um dann zwischen den Welten ihren Vater zu finden, der natürlich nicht tot ist.

Die Handlung an sich ist schon irgendwie spannend, man will wissen wie es weiter geht. Aber so viele logische Fehler und unnötige Extreme wie in dieser Fortsetzung braucht es wirklich nicht. Hat einem der erste Teil gefallen, weil er in sich stimmig ist, wird man den zweiten Teil für Käse halten.

Fazit: Kein Buch, das die Menschheit gebraucht hätte. Es hat auch nichts mit 2012 zu tun. Taugt aber Erhöhung für Blumentöpfe am Fenster.

Stanislaw Lem: Solaris

Stanislaw Lem: Solaris
Stanislaw Lem: Solaris

Wenn es einen Science Fiction Roman gibt, der das Attribut „wunderschön“ verdient, dann ist es Solaris von Stanislaw Lem.

Die Menschheit hat sich auf die Suche nach Leben im All gemacht und ist dabei auf den Planet Solaris gestoßen. Der Planet, bedeckt von einem einzigen großen Ozean, gehorcht völlig eigenen physikalischen Prinzipien. Über hundert Jahre wird der Planet bereits von Menschen erforscht, die mittlerweile eine Raumstation zu diesem Zweck in seiner Umlaufbahn errichtet haben, als der Psychologe Kris Kelvin nach Solaris geschickt wird.

Von den drei Wissenschaftlern an Bord kannte er nur einen und dieser hat sich einen Tag vor seiner Ankunft das Leben genommen. Die beiden anderen verhalten sich seltsam, ohne das Kelvin es sich erklären kann. Außer ihnen scheinen aber noch andere Menschen an Bord der Raumstation zu sein und eines Tages tauscht Kelvins verstorbene Freundin Harey auf. Kelvin fürchtet, verrückt geworden zu sein, doch nach und nach kann er sich erklären, was die Ursache für die Besucher ist, die auch den anderen Wissenschaftlern an Bord erscheinen. Zu gutzer Letzt werden alle Gäste, die den drei Menschen auf Solaris erschienen sind, durch ein gezieltes Experiment eines der Wissenschaftler zerstört. Kelvin reist daraufhin auf die Planetenoberfläche, um den Ozean zu berühren.

Fazit: Was für ein Meisterwerk. Sprachlich brilliant, wissenschaftlich plausibel und eine hochgradig spannende Handlung. Ich konnte es gar nicht aus der Hand legen. Muß man unbedingt gelesen haben!