Michael Jan Friedman: Star Trek Doppelhelix: Die oberste Tugend

Michael Jan Friedman: Star Trek Doppelhelix - Die oberste Tugend
Michael Jan Friedman: Star Trek Doppelhelix – Die oberste Tugend

Dieser letzte Teil der Doppelhelix-Reihe führt zurück in die Zeit von Jean-Luc Picard als Captain der U.S.S. Stargazer.

In diesem Band wird das Geheimnis gelüftet, warum Gerrid Thul sich über so viele Jahre mit dem im letzten Band eliminierten Virus beschäftigte. Picard wird als Diplomat zur Vermittlung zwischen zwei Welten gerufen. Zu Seite steht ihm unter anderem Jack Crusher, der bald darauf sein Freund werden wird. Unterstützt wird die Crew der Stargazer auch noch von einem Vulkanier namens Tuvok, der mit den streitenden Völkern bereits einschlägige Erfahrungen hat.

Während Picard sich auf dem offiziellen Weg bemüht, Frieden zu stiften und dabei eine fast schon freundschaftliche Beziehung zur Thul aufbaut, sind Jack Crusher und Tuvok inkognito unterwegs und versuchen den Verursachern der jüngsten Terroranschläge auf die Spur zu kommen. Sehr zu Picards Verwunderung wird Thul als Drahtzieher entlarvt. Während eines Gefechts mit der Stargazer wird dessen Sohn getötet, was den Grundstein für Thuls Hass auf Picard und die Föderation als Ganzes begründet.

Fazit: Friedman kennt Star Trek und kann schreiben. Wer auch immer das Titelbild entwarf, kann aber offenbar nicht lesen, denn im Buch geht es um Jack Crusher, nicht um Beverley Crusher. Die taucht nur in zwei kurzen Gesprächen auf. Drei Sterne auf Goodreads.

Peter David: Star Trek Doppelhelix: Doppelt oder Nichts

Peter David: Star Trek Doppelhelix 5: Doppelt oder nichts
Peter David: Star Trek Doppelhelix 5: Doppelt oder nichts

Der Showdown der Doppelhelix-Reihe von Peter David führt zwei Captains zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Mackenzie Calhoun und Jean-Luc Picard.

Ich hatte noch kein Buch über die Excalibur, Calhouns Schiff, gelesen, aber die Figur des Captain Calhoun ist durchaus sympathisch. Die Einleitung erfolgt über einen Besuch von William Riker auf dessen Schiff, wo er nicht nur einer ungewöhnlichen Art der Führung begegnet, sondern auch noch einer alten Bekannten: Commander Shelby. Riker wird aus merkwürdigen Gründen zum Captain der Excalibur ernannt und Shelby muss wieder unter ihm dienen. Calhouns unorthodoxe Führung macht sich aber auch während seiner Abwesenheit bemerkbar, so dass es für Riker nicht ganz einfach wird, sich in seiner Rolle zurecht zu finden.

Calhoun wird währenddessen auf eine geheime Mission geschickt, offiziell hat er die Sternenflotte nach einem Streit mit einem Admiral verlassen. Seine Mission ist das Auffinden und Eliminieren von Gerrid Thuls Basis. Das gelingt ihm auch, aber ein zweiter Captain verfolgt die gleichen Ziele auf gleiche Weise: Jean-Luc Picard hat sich ebenfalls inkognito bis zu Thul durchgeschlagen und gemeinsam gelingt es ihnen, seine Basis zu zerstören.

Fazit: Das Buch lüftet die Hintergründe der Virus-Angriffe gegen die Föderation, die Picard und die Enterprise seit etlichen Jahren verfolgen. Die Verknüpfung mit der Excalibur-Reihe ist gelungen und macht durchaus Lust darauf, die entsprechenden Bücher zu lesen. Man merkt, dass Peter David ein erfahrener Star Trek-Autor ist und sein Herz für Excalibur schlägt. Kann man gut lesen, drei Sterne bei Goodreads.

John Vornholt: Star Trek Doppelhelix: Quarantäne

John Vornholt: Star Trek Doppelhelix 4: Quarantäne
John Vornholt: Star Trek Doppelhelix 4: Quarantäne

Nach dem eher schwachen dritten Teil von Diane Carey holt John Vornholt die Doppelhelix-Serie aus dem Tal. Mit Quarantäne legt er einen extrem spannenden Roman vor, der die Geschichten von alten Bekannte erzählt.

Im Mittelpunkt steht Thomas Riker, der Transportunfall-Clon von William T. Riker. Thomas, der als medizinischer Kurier für die Sternenflotte unterwegs ist, wird oft mit Will Riker verwechselt.

Auf einer Mission begegnet er dem Maquis, angeführt von Chakotay. Die Maquis versuchen den Bewohnern eines Planeten in der entmilitarisierten Zone zu helfen. Der Planet wird von Cardassianern kontrolliert und dort breitet sich die schon bekannte Seuche aus. Die Cardassianer sind nach ihren Erfahrungen auf Terok Nor natürlich nicht begeistert, auch wenn das Virus diesmal nur die Bewohner des Planeten befällt, die alle samt Mischlinge der unterschiedlichsten Rassen der Föderation sind. Während die Cardassianer planen, den Planeten auszulöschen um eine Verbreitung der Seuche zu verhindern und der Maquis verzweifelt versucht, die Seuche mit medizinischen Mitteln einzudämmen ist Thomas Riker hin und her gerissen zwischen seiner Pflicht gegenüber der Sternenflotte und seinem Wunsch zu helfen.

Fazit: Es ist recht spannend, wie Thomas Riker zum Maquis gekommen ist. Der Roman passt wesentlich besser in die Doppelhelix-Serie als der Vorgänger. Drei Sterne für richtig gute Unterhaltung.

Diane Carey: Star Trek Doppelhelix: Roter Sektor

Diane Carey: Star Trek Doppelhelix 3: Roter Sektor
Diane Carey: Star Trek Doppelhelix 3: Roter Sektor

Auch Roter Sektor spielt in der Zeit von The Next Generation, wobei aber nur zwei Charaktere aus der alten Serie auftauchen: Dr. McCoy und Mr. Spock sind. Beide spielen allerdings keine große Rolle.

Die Hauptrolle fällt stattdessen an einen Fähnrich namens Stiles. Dieser bekommt den Auftrag, Botschafter Spock von PojjanPiraKot zu evakuieren. Die Mission gelingt zwar, aber Stiles wir gefangen genommen. In der Haft hat er einen Mitgefangenen namens Zevon, der der romulanischern Herrscherfamilie entstammt. Zevon ist verantwortlich für den Konstriktor, eine wiederkehrende Schockwelle, die den Planeten heimsucht und immer wieder zahlreiche Opfer fordert. Da Zevon ein talentierter Wissenschaftler ist – auch wenn ein missglücktes Experiment den Konstriktor zur Folge hatte – können er und Stiles Fortschritte bei der Vorhersage der Schockwellen erzielen.

Mit der Evakuierung der Botschaft wurde der PojjanPiraKot zum Roten Sektor erklärt: Föderationsangehörige dürfen sich nicht in diesem Bereich aufhalten. Etliche Jahre später schafft es Dr. McCoy aber, auf Drängen von Spock, Stiles aus der Gefangenschaft zu befreien. Spock hatte nicht vergessen, dass Stiles ihn gerettet hat. Stiles wird zu einer Art Held und erhält das Kommando über ein Wartungsschiff. Es dauert wiederum ein paar Jahre bis an die Doppelhelix-Romane angeknüpft wird. Diesmal ist die romulanische Herrscherfamilie vom Virus infiziert und das Imperium droht ins Chaos zu versinken. Um ein Heilmittel herzustellen wird DNA der Familie benötigt, die nicht von dem Virus befallen ist.

Da erinnert man sich an Stiles und Zevon, der abgeschirmt auf PojjanPiraKot als Gefangener lebt. Die gesamte Gesellschaft auf PojjanPiraKot hat sich inzwischen verändert und Stiles‘ ehemaliger Gefängnisdirektor ist de-facto Herrscher des Planeten. Zevon zum Verlassen des Planeten zu bewegen ist nicht ganz einfach, gelingt aber schlussendlich doch – und auch das Heilmittel wird wieder gefunden.

Fazit: Der Roman passt irgendwie nicht in die Doppelhelix-Serie. Es geht gar nicht primär um das Virus oder die Hintergründe, sondern um Stiles, der krampfhaft auf sympathisch charakterisiert wird. McCoy und Spock sind ok, passen aber irgendwie nicht mehr in die Zeit. Besonders der Action-Teil, des über hundertjährigen McCoy ist alles andere als glaubhaft. Trotzdem drei Sterne, denn abgesehen von diesen Schwächen ist die Story ok.

Dean Wesley Smith & Kristine Kathyn Rusch: Star Trek Doppelhelix: Überträger

Dean Wesley Smith & Kristine Kathyn Rusch: Star Trek Doppelhelix 2: Überträger
Dean Wesley Smith & Kristine Kathyn Rusch: Star Trek Doppelhelix 2: Überträger

Während sich der erste Band der Doppelhelix-Reihe sehr früh in der Next Generation-Reihe angesiedelt war, spielt der zweite Band zwischen der zweiten und der dritten Staffel. Er beginnt mit der Rückkehr von Dr. Crusher und dem Abschied von Dr. Pulaski.

Letztere wird auch zur Hauptperson des Romans, was ich persönlich sehr begrüße, da ich diese Figur sehr mag. Dr. Pulaski hat nach ihrem Abschied von der Enterprise keine neue Aufgabe, die auf sie wartet und folgt dem Ruf ihres Ex-Mannes, eines Bajoraners, nach Terok Nor.

Dort ist der Empfang durch Gul Dukat und seine cardassianischen Besatzungstruppen nicht sonderlich herzlich. Dr. Pulaski und ihre Assistenten müssen sich neben dem Bekämpfen der Seuche auch noch mit dem für Menschen absurd-tyrannischen Verhalten von Gul Dukat und bajoranischen Widerstandskämpfern in Person von Kira Nerys herumschlagen. Es stellt sich heraus, dass das Virus die gleiche Signatur trägt, wie seinerzeit das Virus auf Archaria III.

Fazit: Der zweite Band der Doppelhelix-Reihe ist wesentlich runder als der erste Teil. Das mag durchaus an dem gelungenen Crossover von Deep Space Nine-Charakteren und Dr. Pulaski aus The Next Generation liegen. Die Story ist ingesamt plausibler und das Ende logischer. Gute Star Trek-Unterhaltung. Drei Sterne auf Goodreads.

John Gregory Betancourt: Star Trek Doppelhelix: Infektion

John Gregory Betancourt: Star Trek Doppelhelix 1: Infektion
John Gregory Betancourt: Star Trek Doppelhelix 1: Infektion

Die Kurzbeschreibung der Doppelhelix-Serie, die sich im Wesentlichen innerhalb der Next Generation abspielt, klang recht interessant. Also habe ich mich daran gemacht, sie zu lesen.

Der erste Teil spielt kurz nach der Indienststellung der Enterprise-D. Captain Picard und seine Crew müssen sich erst noch aufeinander einspielen, da wird die Enterprise zum Planeten Archaria III gerufen, auf dem sich eine Seuche verbreitet.

Die Seuche befällt primär Halbmenschen, die von einem großen Teil der menschlichen Bevölkerung abgelehnt werden. Damit werden durch die Seuche Ausschreitungen und Gewalt provoziert.

Als Deanna Troi ebenfalls infiziert wird, muss Dr. Crusher unter Hochdruck ein Gegenmittel für das Virus finden. Es stellt sich heraus, dass das Virus künstlich geschaffen wurde und sogar mit einer Signatur versehen ist.

Es gibt noch jede Menge Nebenhandlungen im Buch, z.B. den Biologen Dr. Tang, den Dr. Crusher eigentlich sehr schätzt, der sich aber äußert merkwürdig verhält und Gouverneur Sekk, der seine Familie vor der Seuche in Sicherheit bringen wollte und auf einem nahegelegenen Mond versteckt. Auch über den Ursprung der Seuche erfährt man etwas, ein als Händler getarntes Mitglied des Orion-Syndikats namens Solomon. Im Wesentlichen ist Picards Crew aber damit beschäftigt, sich zu organisieren und sich aufeinander einzuspielen.

Fazit: Insgesamt macht das Buch keinen schlechten Eindruck. Da es kurz nach Mission Farpoint spielt, sind natürlich keine allzu großen Überraschungen zu erwarten. Das Ende ist etwas kurz. 3 Sterne auf Goodreads.

David Weber: Auf verlorenem Posten

David Weber: Auf verlorenem Posten
David Weber: Auf verlorenem Posten

David Webers Romane um Honor Harrington haben einen ziemlich guten Ruf, die Serie hält sich schon recht lange. Also dachte ich mir, es kann nicht schaden, mal rein zu lesen.

Auf verlorenem Posten beginnt die Karriere von Honor Harrington als Kommandeurin der Royal Manticoran Navy. Sie erhielt das Kommando über einen leichten Kreuzer, dessen Bewaffnung reduziert wurde, um Klüngel von Schreibtischadmiralen zu genügen. Als Honor wider allen Erwartungen ein großer Erfolg in einem Manöver gelingt, werden sie und ihre Crew kurzerhand strafversetzt. Ihr Auftrag besteht in der Überwachung eines annektierten Planetensystems, wozu weder ausreichend Personal noch ausreichend Material zur Verfügung steht.

Harrington lässt sich aber nicht unterkriegen und schafft es, mit dem wenigen, das sie zur Verfügung hat und einigem diplomatischen Geschick, ihre Mission zu erfüllen. Das wiederum gefällt nicht allen, so dass Anstrengungen unternommen werden, sie scheitern zu lassen. Allerdings erhält sie Rückendeckung aus dem Admiralsstab, so dass es möglich wird, eine Verschwörung aufzudecken und zu verhindern. Dabei verliert Harrington allerdings ihr Schiff sowie einen Großteil ihrer Crew.

Nun, ich bin kein Militärfan, daher bin ich auch sehr verhalten, was Webers Werk angeht. Die Erklärungen um den Raumflug herum lesen sich durchaus plausibel, auch wenn sie bei weitem nicht mit Star Trek mithalten können. Die Story ist spannend, die Herausforderungen als Kommandantin sind realistisch beschrieben. Die vielen Toten stören mich aber schon irgendwie. Das ginge auch anders, denke ich.

Fazit: Kann man lesen, wenn’s sonst nix gibt. Muss aber nicht sein.
Drei Sterne auf Goodreads für die Spannung.

Frank Schätzing: Limit

Frank Schätzing: Limit
Frank Schätzing: Limit

Limit hatte ich mir natürlich sofort gekauft nach dem es erschienen war. Zeit es zu lesen, fand ich erst kürzlich. Das Buch wurde ja stark diskutiert, die Meinungen gehen weit auseinander. Viele Rezensenten fanden es zu dick, anderen gefiel die Story Line nicht.

Zunächst jedoch zum Inhalt: Im Jahr 2025 besteht die Hoffnung, die weltweite Energieversorgung durch Helium-3 zu decken. Das Element wurde auf dem Mond entdeckt und kann von den Fusionreaktoren, die ein Unternehmen von Julian Orley entwickelt hat, in Energie umgesetzt werden. Orley ist ein wohlwollender Wirtschafts-Tycoon. Neben der Entwicklung von Fusionsreaktoren gelang ihm auch die Konstruktion des einzigen Weltraumfahrstuhls der Welt – ohne den die Helium-3-Gewinnung nicht wirtschaftlich wäre. Außerdem betreibt er mehrere Luxus-Hotels – das neuste davon auf dem Mond. Dorthin ist er auch mit einer illustren Gruppe potentieller Investoren unterwegs, um sie für seine Geschäfte zu gewinnen.

In Shanghai lebt ein gänzlich anderer Typ Mensch: Owen Jericho, seines Zeichens Internet-Detektiv. Er erhält durch einen Freund, dem erfolgreichen Unternehmer Tu Tian, einen Auftrag: Jericho soll Chen Yuyun, genannt Yoyo, finden. Sie ist die Tochter eines Vertrauten von Tu Tian und steht als Dissidentin unter Verdacht der chinesischen Regierung.

Aus diesen beiden Szenarien formt Schätzing auf über eintausend Seiten eine Story, die spannender kaum sein könnte. Er lässt Orley und seine Gäste über den Mond jagen und Jericho, Tian und Yoyo über zwei Kontinente. Neben der rasanten Handlung schweift Schätzing immer wieder in philosophische, ökonomische oder wissenschaftliche Dialoge und Diskussionen ab. An manchen Stellen gewinnt man den Eindruck, dass er auch einen ganz passablen Erklärbär für die Sendung mit der Maus abgegeben hätte. Aber so ist Schätzing und dafür schätze ich ihn.

Mein Fazit ist: Das Buch ist ein Page Turner. Man muss es nicht unbedingt gelesen haben, dafür bietet es zu wenig Neues. Aber es ist solide Unterhaltung nach Schätzing-Art verpackt als grandioser Science-Fiction-Thriller. Dafür gibt’s vier Sterne bei Goodreads.

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Die Schlacht von Corrin

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Die Schlacht von Corrin
Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Die Schlacht von Corrin

Die Schlacht von Corrin schließt die Trilogie um Butlers Djihad ab. Es ist deutlich zu spüren, dass sich Herbert und Anderson verkalkuliert haben, was die Spannungskurve der Geschichte angeht. Im dritten Teil werden etliche völlig neue Personen eingeführt, die für den Fortgang der eigentlichen Handlung überhaupt keine Bedeutung haben. Aber sie werden benötigt, um die Gründung der Navigatoren-Gilde, des Ordens der Bene Gesserit und den Ursprung der Fremen auf Arrakis unterbringen zu können.

Dass das alles unglaubwürdig wird – ja, man kann auch bei einem Science Fiction-Roman von Glaubwürdigkeit sprechen – scheint die Autoren nicht zu interessieren. Die einzige Figur aus dem ersten Band, die noch wesentlich an der Handlung beteiligt ist, ist Vorian Atreides.

Die Handlung dreht sich sehr stark um die Belagerung von Corrin, auf dem sich die letzten Maschinen von Omnius verschanzt haben. Die Politiker der Liga der Edlen wollen keine Soldaten mehr für einen Angriff opfern und so wird die Belagerung ein jahrzehntelanges Langweilen für die Flotte. Die Soldaten stumpfen ab und Omnius gelingt es mit Hilfe einiger menschlicher Kollaborateure eine Krankheit auf Planeten der Menschen auszusetzen. Daraus entwickelt sich eine Nebenhandlung, die schließlich über eine Enkelin von Vorian Atreides die Gründung der Bene Gesserit einleitet.

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Die Schlacht von Corrin
Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Die Schlacht von Corrin – Taschenbuch

Norma Cevna verwandelt sich in die erste Navigatorin und erkennt, wie ihr Antrieb sicher genutzt werden kann, was allerdings im Laufe der Handlung keinerlei Bedeutung mehr hat. Zu guter Letzt wird noch aufgeklärt, woher der Streit zwischen den Häusern Atreides und Harkonnen kommt. Die Ursache ist alles andere als befriedigend und als Grund für einen jahrtausende währenden Zwist mehr als lächerlich.

Fazit: Muss man wirklich nicht gelesen haben. Ziemlich hohl, vor allem ist die Sprache der Übersetzung auf einem sehr niedrigen Niveau. Ob das an der Vorlage liegt, vermag ich nicht zu beurteilen.

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Der Kreuzzug

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Der Kreuzzug
Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Der Kreuzzug

Der Kreuzzug beginnt, wo Butlers Djihad aufhörte: Die freie Menschheit kämpft als Liga der Edlen gegen die Denkmaschinen. Ähnlich wie im ersten Teil erreicht das Autorenduo Herbert & Anderson nicht das Niveau von Frank Herbert, aber die Geschichte als solche ist spannend, wenngleich auch mit etlichen Längen.

Es gibt unzählige parallele Handlungen, in denen die Grundlage für soziale Strukturen und Technologien des späteren Dune-Universums gelegt werden. Es ist ein Science Fiction-Roman, aber es wirkt trotz allem extrem künstlich, dass so viele spektakuläre Entwicklungen parallel geschehen.

Angefangen von der Entdeckung der lebensverlängernden und heilenden Wirkungen der Melange von Arrakis, über die Holtzmann-Schilde und den Holtzmann-Antrieb, die beide von Norma Cevna erfunden werden und etlichen anderen Dingen…

Serena Butler ist kommissarischer Viceroy der Liga der Edlen und lässt in ihrem Namen den Djihad führen, in dem vor allem Xavier Harkonnen und Vorian Atreides kämpfen. Die Schlachten ziehen sich, da es zum Teil Monate dauert, bis die Raumschiffe andere Planeten erreichen. Serena wird im Laufe der Handlung in etliche innenpolitische Querelen verstrickt und findet ihr Ende auf Corrin, als sie auf Anraten der Kogitoren mit Omnius verhandelt. Xavier Harkonnen findet ebenfalls sein Ende, als er herausfindet, dass der Patriach des Djihad mit den Tlulaxa gemeinsame Sache macht und deren Ersatz-Organe nicht in Tanks gezüchtet werden, sondern von Menschen stammen, deren Planeten nicht zur Liga der Edlen gehören.

Norma Cevna entwickelt für Aurelius Venport, der sich mittlerweile von ihrer Mutter getrennt hat, den Holtzmann-Antrieb, der es Raumschiffen erlaubt, ohne Zeitverzögerung zwischen Orten zu wechseln. Allerdings ist der Antrieb schwer zu kontrollieren und regelmäßig gehen Raumschiffe verloren. Aurelius und Norma werden in der Zwischenzeit ein Paar. Normas Mutter Zufa Cevna bildet derweil auf Rossak weiterhin Zauberinnen aus, die durch ihre Gedankenkraft Cymeks vernichten können.

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Der Kreuzzug
Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Der Kreuzzug – Taschenbuch

Normas ehemaliger Mentor Holtzmann wird derweil eifersüchtig auf Normas Erfolge, sie fällt in Ungnade und durch einen von Holtzmann mehr oder weniger wissend verursachten Sklavenaufstand wird der gesamte Planet ins Chaos gestürtzt und das erste Faltraumschiff wird von einigen Sklaven gestohlen und landet auf Arrakis. Die ehemaligen Sklaven landen dort mit Aurelius Geschäftspartner und werden zusammen mit den Gefolgsleuten von Selim Wurmreiter zu den ersten Fremen.

Fazit: Die Geschichte als solche ist spannend, die Handlung im Roman aber ebenso künstlich wie chaotisch. Es gibt keinerlei Überraschungen, obwohl der Stoff genug Raum dafür bietet – noch nicht mal die tatsächlichen Überraschungen sind überraschend. Also eher enttäuschend. Zwei Sterne auf Goodreads. Den dritten Teil lese ich aber noch, weil ich wissen will, was noch alles passiert.