Michael Crichton: Prey

Michael Crichton: Prey
Michael Crichton: Prey

Prey ist ein weiterer Wissenschaftsthriller aus der Feder des genialen Michael Crichton. Hintergrund des Buches ist die Beschäftigung mit Nanorobotern und Schwarmintelligenz.

Zur Handlung: Jack ist eigentlich Softwareentwickler, wurde aber entlassen. Die Beziehung zu seiner Frau Julia ist belastet, und er verdächtigt sie der Untreue. Durch dieses Missverständnis erfährt er, dass die Firma, in der seine Frau arbeitet, Nanoroboter entwickelt hat, basierend auf einem Programm von ihm selbst. Einige dieser Nanoroboter sind aus dem Labor entkommen und bilden Schwärme, die Tiere töten. Jack möchte gemeinsam mit einem Team die entkommenen Nanoroboter zerstören, was sich als nicht trivial herausstellt. Die Nanoroboter entwickeln eine Schwarmintelligenz und beginnen, zielgerichtet zu handeln.

Nach einigen gescheiterten Versuchen, die Schwärme zu zerstören, muss Jack erkennen, dass Julia und alle anderen Mitglieder des Teams von den Schwärmen beherrscht werden. Damit erklärt sich das seltsame Verhalten seiner Frau. Einzige Ausnahme ist eine Biologin namens Mae, die ihm dabei hilft, die Baktieren zu vergiften, die die Nanoroboter produzieren. Jack wird daraufhin von Julia eingesperrt und soll getötet werden. Es gelingt ihm und Mae, zu entkommen und die gemeinsam vorbereitete Explosion der Forschungsanlage zu überleben.

Prey ist ein Roman, der die Technikgläubigkeit der modernen Welt kritisiert. Besonders interessant wird diese Perspektive weil mit Jack Foreman ein Softwareentwickler, also jemand, der selbst ein positives Verhältnis zu Technologie hat, zum Kritiker eben jenes Glaubens wird.

Fazit: Brilliant geschrieben, extrem gut recherchiert. Typisch für Crichton ist die Bibliografie wissenschaftlicher Literatur, die er für Recherchen zum Buch verwendet hat.
Michael Crichton ist definitiv zu früh verstorben, dieser Roman beweist es.
Prey muss man gelesen haben!

Michael Crichton: Gold

Michael Crichton: Gold
Michael Crichton: Gold

Defintiv ein Crichton, das ist klar. Wenn auch kein typischer, denn meistens handelten Crichtons Romane von eher zukunftsorientierten Themen. Gold handelt von der Vergangenheit. Genauer gesagt, im 17. Jahrhundert.

Captain Charles Hunter will mit seiner Crew eine spanische Galeone voller Gold kapern. In einem Hafen, der uneinnehmbar ist. Ein Vorhaben, das bestenfalls als unmöglich gilt – wenn man nicht die richtigen Leute hat. Doch Hunter hat genau die richtigen Leute um sich versammelt und so beginnt ein rasantes Abenteuer, von dem man keine Sekunde verpassen möchte.

Das Buch wurde 2009 posthum veröffentlicht, da Michael Crichton leider 2008 an Kehlkopfkrebs verstarb. Man merkt dem Buch auch irgendwie an, dass es nicht fertig ist. Zwischendurch gibt es Hüpfer in der Handlung und man gewinnt den Eindruck, dass da noch etwas hätte passieren sollen. Dennoch, die Handlung spannt einen soliden Bogen und lässt es nicht an Spannung fehlen.

Fazit: Für Crichton-Liebhaber wie mich eine Pflichtlektüre. Für alle anderen durchaus auch empfehlenswert.

Michael Crichton: State of Fear

Michael Crichton: State of Fear
Michael Crichton: State of Fear

Michael Crichtons wohl meistdiskutierter Roman beschäftigt sich mit dem Thema der globalen Erwärmung.

George Morton, ein Multimillionär aus Los Angeles, ist Hauptfinanzier der Umweltorganisation NERF. Seit vielen Jahren unterstützt er die Umweltaktivisten aus der tiefen Überzeugung, das Rrichtige zu tun, bis er eines Tages erfährt, dass sein Geld für Umweltterrorismus verwendet wird. Kurz nach einem Auftritt bei einer wichtigen Konferenz von NERF stirbt Morton bei einem Autounfall. Sein Anwalt Peter Evans macht sich gemeinsam mit Mortons Assistentin Sarah und Professor John Kenner, einem Spezialisten für Umweltprobleme, auf die Suche nach der Ursache für Mortons Tod. Und was Evans von Kenner über Umweltorganisationen erfährt, stellt sein gesamtes Weltbild auf den Kopf…

Crichton provozierte mit seinem Roman nicht nur Umweltschutzorganisationen.
In seiner Fiktion lässt Crichton sie den Versuch unternehmen, einen Tsunami auszulösen, um einen Beweis für die globale Erwärmung zu haben. Durch die Figur des Professor Kenner stellt Crichton viele Thesen zur globalen Erwärmung in Frage und belegt seine Zweifel mit – wie man es von ihm gewohnt ist – mit gut recherchierten Artikel aus Fachpublikationen.

Wenn man, wie ich, kurz vorher Tim Flannery gelesen hat und dann Crichtons Darstellung sieht, kommt man schon ins Grübeln, wie viel Wirklichkeit an all dem ist…

Fazit: Ein absolutes Muss, wenn man sich für Umweltproblematiken interessiert oder einfach nur spannende Thriller mag.