Bertrand Meyer: Agile! The Good, the Hype and the Ugly

Bertrand Meyer: Agile! The Good, the Hype and the Ugly
Bertrand Meyer: Agile! The Good, the Hype and the Ugly

Das erste Buch, dass sich objektiv und neutral mit Agilität auseinandersetzt, ist mir natürlich eine ebenso objektive und neutrale Rezension wert – und ich werde sie inkrementell verfassen.

Nachdem ich in einem Kommentar zu einem infoQ-Artikel geschrieben habe, dass ich eine Rezension verfassen würde, bin ich gerade dabei das Buch zu lesen.

Eigentlich habe ich Bertrand Meyer immer geschätzt, seine Bücher über Objektorientierte Softwareentwicklung haben mich im Studium begleitet. Er gehörte zu den Großen.

Jetzt habe ich das erste Kapitel gelesen und muss feststellen: Meyer demontiert sich in unerhörtem Ausmaß selbst. Nicht nur, dass schon in der Einleitung deutlich wird, dass er die Grundlagen agiler Methoden nicht verstanden hat, er definiert vielmehr in einer Auflistung diverser Praktiken aus dem agilen Umfeld alles als „gut“, das seiner Meinung nach nicht aus der agilen Community entstammt und alles als „schlecht“, das seiner Meinung eben aus dieser Community kommt.

Dabei interessiert ihn nicht, ob die betreffende Praktik sich irgendwo bewährt hat (User Story) oder tatsächlich von Agilisten zuerst beschrieben wurde (Continuous Integration). Ersteres ist schlecht, weil das eben so ist, letzteres ist nicht neu, weil es gut ist und es damit nicht agile sein kann.

Ich bin jetzt erst mit dem ersten Kapitel durch und über alle Maßen enttäuscht. Ich lese in diesem Buch vor allem Frust, aber wenig Sachlichkeit.

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Ulf Brandes, Pascal Gemmer, Holger Koschek & Lydia Schültken: Management Y

Ulf Brandes, Pascal Gemmer, Holger Koschek & Lydia Schültken: Management Y
Ulf Brandes, Pascal Gemmer, Holger Koschek & Lydia Schültken: Management Y

Allen, die als Nicht-ITler ins Thema Agilität und vor allem Führung im agilen Kontext einsteigen wollen, sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Wer – wie ich – schon länger mit diesen Themen unterwegs ist, wird allerdings wenig neues entdecken.

Der Aufbau des Buches erinnerte mich sehr stark an Fearless Change. Zunächst wird im Teil Mehr Menschlichkeit im Management! die grundlegende Motivation für das Buch erklärt. Die von den Autoren vertretenen Ansichten teile ich auch – bis auf die Tatsache, dass Taylor unverdient mal wieder viel zu schlecht wegkommt.

Im zweiten Teil des Buches wird Management Y aus vier Sichten beschrieben: Organisation gemeinsam erleben, Liefern, was gebraucht wird, Menschen ehrlich begeistern und Kunden wirklich verstehen.Der zweite Teil ist eine Runde Sache und für Einsteiger super. Alle vier Blickwinkel werden kompakt beschrieben und moderne Wege gezeigt, sich ihnen zu stellen. Einziges Manko ist, dass bestimmte Modelle sehr stark im Fokus stehen – vielleicht weil sie den Vorlieben der Autoren entsprechen.

Mit insgesamt 24 Pattern ist der dritte Teil sehr hilfreich, wenn man sich in der Welt agiler Praktiken orientieren will. Wer regelmäßig in der Community unterwegs ist, Blogs liest oder schon andere Bücher zum Thema kennt, wird aber nur schwerlich etwas Neues finden.

Der Ausblick am Schluss ist für mich persönlich etwas zu esoterisch. Ich mache zwar regelmäßig Yoga und meditiere auch sehr gerne – aber das passt nicht zu einem Buch, dass das Wort Management im Titel trägt.

Der Titel ist auch das, was ich an dem Buch im Wesentlichen kritisieren muss. Ich bin ein großer Verfechter des Management 3.0 und empfand das Buch von Jurgen Appelo als einen Meilenstein der Management-Literatur. Management Y hat mit Management …wenig zu tun. Es ist eher eine Ideensammlung und ein Startpunkt für Menschen, die sich mit dem Thema Agilität auseinandersetzen wollen. Wer sich mit Führung – oder Management – in agilen Organisationen auseinandersetzen will, kommt nach wie vor an Appelo nicht vorbei.

Mein Fazit: Für mich persönlich war es viel zu flach. Es gibt dennoch vier Sterne bei Goodreads, weil die Zusammenstellung im Buch für Einsteiger super ist – und die sind mit Sicherheit auch die Zielgruppe 🙂

David J. Anderson: Kanban

David J. Anderson: Kanban
David J. Anderson: Kanban

Andersons Kanban-Buch kann man als Meilenstein des Change Managements im IT-Bereich betrachten. Nicht nur, dass es Anderson gelang, mit Kanban eine konsequente Übertragung der Prinzipien des Lean Manufacturing auf den Bereich der Softwareentwicklung zu übertragen. Vielmehr hat er es geschafft, darüber hinaus die Einführung solcher Prinzipien methodisch so aufzubereiten, dass es Managern möglich wird, die notwendigen Veränderungen systematisch durchzuführen.

Das Buch ist in vier Teile gegliedert.
Zunächst wird dem Leser das Dilemma des agilen Managers, nämlich die Suche nach einer konstanten Arbeitsgeschwindigkeit und die grundlegende Funktionsweise eines Kanban-Systems nahegebracht. Danach erläutert Anderson die fünf Schritte, die eine Einführung von Kanban ermöglichen und erklärt anhand von Beispielen aus seiner Management-Praxis, wie sie umgesetzt werden können. Abgeschlossen wird der zweite Teil des Buches mit einer Betrachtung von Kaizen-Kultur.

Im dritten Teil geht es dann mit den praktischen Fragestellungen richtig los. Visualisieren der Prozesse, Einsatz von Kanban zur Koordination, Lieferrhythmen und Work-in-Progress-Limits, um ein paar Stichworte zu nennen. Natürlich geht Anderson auch auf Reporting, Metriken zum Monitoring des Fortschritts und des Reifegrades der Kanban-Implementierung und auf das Thema Skalierung ein. Extrem positiv fallen die vielen verschiedenen Szenarien auf, anhand derer Anderson seine Ideen erklärt.

Der vierte Teil beschäftigt sich mit Problemen, die sich auf die kontinuierliche Verbesserung des Kanban beziehen, wie Variabilität bei den Aufgaben und begrenzt verfügbaren Ressourcen. Abgeschlossen wird das Buch durch den Kanban-Einführungsbericht eines Unternehmens.

Was mir nicht gefallen hat, war Andersons Bashing von Daily Standup Meetings. Hier gehen unsere Meinungen weit auseinander, insbesondere, weil das Standup Koordinationsaufwände transparent macht – etwas, das Anderson immer wieder als wichtig beschreibt. Die deutsche Übersetzung ist an einigen Stellen holprig, referenziert zum Teil völlig anders beschriftete Abbildungen und – das hätte ich bei einem korrigierten Nachdruck nicht erwartet – strotzt nur so vor Rechtschreibfehlern.

Fazit: Das Buch gehört zu den Must-Reads für Agilisten, denn viele Konzepte aus der Welt des Lean können auch in Scrum und Extreme Programming erfolgreich angewandt werden.

Mike Cohn: Agile Estimating and Planning

Mike Cohn: Agile Estimating and Planning
Mike Cohn: Agile Estimating and Planning

Wer immer wieder Projekte sieht, in denen das Chaos regiert, in denen die Projektleitung nur reagiert statt zu steuern, dem sei Mike Cohns Agile Estimating and Planning ans Herz gelegt. Ein Buch, das dem Leser eine neue Perspektive darauf gibt, wie Projekte funktionieren können, wenn man nur endlich beginnt, Projekte und ihre Plannung besser zu verstehen.

Das Buch macht einem Lust darauf, Projekte nur noch agil zu planen. Zwar merkt man Cohns deutliche Vorliebe für User Stories und Scrum, aber die Ideen und Konzepte aus diesem Buch sind auch Problemlos mit anderen Methoden des Requirement Engineering oder agilen Vorgehensweisen kompatibel.

Zum Einstieg erfährt der Leser, warum Planung notwendig ist und warum sie so oft daneben liegt. Aus den Gründen für letzteres leitet Cohn ab, dass Planung eigentlich nur agil funktionieren kann – eine Erkenntnis der man unweigerlich zustimmen muss, wenn man neben der agilen auch die Welt des V-Modells kennt.

Im zweitel Teil des Buches nimmt Cohn dem Leser die Angst, zu schätzen. Es wird klar, dass Schätzen inhärenter Bestandteil von Planung ist und die einzige Möglichkeit, besser zu planen, darin besteht, besser zu schätzen. Dazu muss man mit dem Schätzen allerdings erst einmal beginnen. Mit echtem Schätzen, versteht sich. Cohn erklärt, wie man im Team schätzen kann, wann man neu schätzen muss und wann Story Points oder Ideal Days die bessere Grundlage sind.

Der dritte Teil des Buches geht auf die Fragen ein, anhand welcher Werte man priorisieren sollte. Steht das Budget im Vordergrund? Oder eher die Funktionalität? Man erfährt, wie man beides gewichten kann und den Kunden zufrieden stellt. Zum Abschluss des dritten Teils erfährt der Leser noch einiges wichtige über das Splitten von Stories, wie man anhand von Datenstrukturen, Geschäftsprozessen oder Cross-Cutting-Concerns splittet um ein Projekt beherrschbar – und damit planbar – zu machen.

Wie man einen agilen Plan mit einer Zeitplanung versieht, wird im vierten Teil des Buches erklärt. Ausgehend vom Release-Plan geht es zum Plan für Iterationen, entweder basierend auf der Velocity oder basierend auf Commitments. Auch die Unterschiede zwischen Release- und Iterationsplan werden erklärt. Interessant ist auch das Thema Schätzen der Verlocity und wie man in agilen Plänen mit Puffern umgeht. Ein kurzes Kapitel widment sich der Frage, wie man agile Pläne für Projekte mit mehr als einem Team aufstellen kann.

Da auch in agilen Projekten gefragt wird, wie weit das Projekt den voran gekommen ist, erklärt Cohn im fünften Teil des Buches, wie man Release- und Iterationsplänge beobachten kann und Maßnahmen ableitet. Es wird auch darauf eingegangen, wie man über und mit agilen Plänen kommuniziert. Die beiden letzten Teile widmen sich zum einen der Frage, warum agile Planung funktioniert und einer Fallsstudie zum Thema agile Planung.

Fazit: Agile Estimating and Planning ist die konsequente Fortsetzung von User Stories Applied. Wer Projekte plant, egal ob agil oder klassisch, für den ist dieses Buch ein Muss.

Mike Cohn: User Stories Applied

Mike Cohn: User Stories Applied
Mike Cohn: User Stories Applied

User Stories Applied ist nach wie vor das Standard-Werk, wenn es um das Erstellen, Verwalten und Schätzen von User Stories geht. Mike Cohns Buch ist für Anfänger, die gerade beginnen, sich mit User Stories zu beschäftigen, ebenso gut geeignet wie als Inspriration für alte Hasen.

Im ersten, einführenden Teil erklärt der Cohn, was User Stories und Akzeptanztests eigentlich sind. Dabei erklärt er das Schreiben von Stories anhand des INVEST Paradigmas von Bill Wake. Wichtig fand ich das Kapitel 3 über die Benutzerrollen, denn das ist in meinen Augen der ideale Einstieg in einen Story-Workshop. Der Story-Workshop wird in Kapitel 4 als eine Möglichkeit vorgestellt, zu Ideen für User Stories zu kommen. Andere beschriebene Alternativen sind Fragebögen, Interviews und Beobachten von Benutzern. In Kapitel 5 erklärt Cohn, welche Rollen als User Proxy zum Einsatz kommen können und welche Stärken und Schwächen diesen Rollen anhaften. Ein wichtiges Kapitel, denn leider gibt es zu häufig keinen Kontakt zwischen den Entwicklungsteams und den Nutzern. Wie man Akzeptanztests für die User Stories erstellt, wie viele man benötigt und was sie beinhalten sollten wird im darauf folgenden Kapitel erklärt. Beendet wird der erste Teil des Buches einem Kapitel, das zusammenfasst, wie man gute User Stories schreibt. Man sollte mit klaren Zielen anfangen, große Stories aufteilen, das User Interface erst sehr spät beschreiben und noch einiges mehr.

Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit Fragen rund um das Planen mit und das Schätzen von Stories. Zunächst geht Mike Cohn auf die Idee der Story Points ein. Er erklärt, warum es wichtig ist, dass das Team die User Stories gemeinsam schätzt. In Kapitel 9 wird erklärt, wie man ein Release mit User Stories plant. Kapitel 10 macht deutlich, wie die Arbeit mit User Stories in Interationen erfolgen kann (z.B. Sprints in Scrum). Zum Abschluß des zweiten Teils erklärt Cohn noch, wie die Velocity gemessen werden kann, wie sie bei der Planung hilft und wozu Burn Down Charts eingesetzt werden können.

Alle Themen, die nicht in die beiden ersten Teile passen, aber wichtig sind, werden im dritten Teil „Frequently Discusses Topics“ besprochen. Das erste dieser Themen ist in Kapitel 12 die Frage, was User Stories nicht sind, gefolgt von einem Kapitel zur Frage, warum man User Stories benutzen sollte. Kapitel 14 stellt einige Story Smells vor, die leider immer wieder passieren und in Kapitel 15 geht Cohn kurz auf das „Dream-Team“ User Stories mit Scrum ein. Abgeschlossen wird der dritte Teil mit verschiedenen Randthemen wie der Frage, nach den Zusammenhängen von Bugs und User Stories aus Anforderungs- und Planungssicht.

Das Buch wird durch einen vierten Teil abgerundet, in dem in mehreren Kapiteln ein Beispiel durchgesprochen wird. Dieser Teil ist im Wesentlichen für Einsteiger interessant, die Orientierung für das Handwerk benötigen.

Wie eigentlich alles, was Mike Cohn schreibt, kann ich auch dieses Buch wärmstens empfehlen.

Boris Gloger & André Häusling: Erfolgreich mit Scrum – Einflussfaktor Personalmanagement

Boris Gloger & André Häusling: Erfolgreich mit Scrum - Einflussfaktor Personalmanagement
Boris Gloger & André Häusling: Erfolgreich mit Scrum – Einflussfaktor Personalmanagement

Nachdem ich im Rahmen meines Studiums an etlichen Vorlesungen zum Thema Leadership, Organisationsmanagement und Human Resources teilgenommen habe und mit den un-agilen Ansichten vieler renommierter Dozenten überhaupt nicht glücklich war, habe ich mich gefreut, ein Buch zu finden, dass verspricht das Thema Personalmanagement aus der Perspektive von Scrum zu betrachten.
Das 2011 erschienene Buch hatte bei Amazon noch keine Kritiken bekommen, aber die Beschreibung klang vielversprechend.

Im Laufe der letzten Woche habe ich es nun durchgelesen und denke, das Buch ist eine Runde Sache. Das konnte man auch erwarten, sind doch die Autoren schon eine Weile im Scrum-Umfeld unterwegs und streuen ihre Erfahrungen immer wieder mit ein.

In einführenden Kapitel werden zunächst die Rahmenbedingungen für erfolgreiche agile Projekte aufgezeigt und der Leser auf einigen wenigen Seiten mit Scrum vertraut gemacht. Da die Zielgruppe des Buches vermutlich weniger Entwickler und erfahrene Scrum-Anwender sind, ist die Einführung schon fast etwas knapp.

Die folgenden Kapitel beleuchten unterschiedliche Aspekte einer Organisation, die sich vom klassischen Modell hin zu einer agilen Organisation entwickelt. Dabei wird in fast jedem Kapitel explizit auf die Rolle der Personalabteilung für das jeweilige Thema eingegangen.

Inhaltlich werden Change Management, Personalbeschaffung und – auswahl, Talentsuche und -management ebenso behandelt wie die Problematik, Mitarbeiter bei der Stange zu halten, sei es durch Leistungsbeurteilungen und Zielvereinbarungen oder Vergütungsmodelle und Arbeitsbedingungen.
Interessant und wichtig ist auch das Kapitel über Trennungsmanagement, haben doch gerade hier viele Unternehmen – gleichgültig ob sie agile oder klassische Organisationen sind – immer wieder Probleme.

Wenig Erleuchtung hat mir das Kapitel über Leadership gebracht. Das einzige Detail, das mir hier positiv auffiel, war der Bezug zu Peter Druckers Management by Objectives und des Buches The One Minute Manager von Kenneth Blanchard und Spencer Johnson. Letzteres in Kombination mit Jurgen Appelos Management 3.0 kann das gesamte Kapitel zum Thema Leadership mehr als nur ersetzen.

Abgerundet wird das Buch mit einem zusammenfassenden Kapitel über strategisches Personalmanagement und dessen Bedeutung als Erfolgsfaktor in agilen Organisationen und einem „Gespräch“ der beiden Autoren in dem sie für agiles Personalmanagement werben.

Negativ fiel mir auf, dass einige Quellen auf die sich im Text bezogen wird, zwar als Fußnoten Einträge im Literaturverzeichnis referenzieren, diese Einträge aber dort nicht vorhanden sind. Und natürlich gibt es wieder das Hanser-Verlag-Problem: Man bezahlt bei der Druck-Ausgabe für ein E-Book, das man nur unter Windows anschauen kann.

Fazit: Das Buch ist nett zu lesen, hat aber nicht das Potential eines User Stories Applied oder Management 3.0.

Roman Pichler: Scrum

Roman Pichler: Scrum
Roman Pichler: Scrum

Roman Pichers Buch Scrum – Agiles Projektmanagement erfolgreich einsetzen liefert auf knapp 170 Seiten einen umfassen Einstieg in das Thema Scrum.

Zunächst beginnt das Buch Gründe für und Mythen über Scrum zu erklären – und verschweigt nicht, dass Scrum kein Allheilmittel für Projekte in Schieflage ist, sondern harte Arbeit von allen am Projekt Beteiligten verlangt. In einem Überblick werden zunächst die Rollen Product Owner, Team und Scrum Master erläutert, was erfreulich knapp geschieht, ohne auf Details zu verzichten. Für die beiden Rollen Product Owner und Scrum Master wird auch gleich noch auf verbreitete Fehler hingewiesen und wie sie zu vermeiden sind.

Weiter geht es mit den Themen Anforderungsmanagement und Releasemanagement, denen jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet ist. Geht Scrum üblicherweise von der Existenz einen Backlogs aus, das sich auf geradezu magische Weise immer von selbst füllt, ist dieses Buch für den Einsteiger insofern wertvoll, als dass es etliche Best Practises zur Erstellung und Pflege des Product Backlogs erläutert.  Gleiches gilt für das Thema Release-Management, auch hier wird erläutert, wie Releases im agilen Kontext geplant werden können und wie der Fortschritt gemessen werden kann.

Ein sehr langes Kapitel ist dem Thema Sprint gewidmet. Hier erfährt der Leser alles über Planning, Backlog, Review und Retrospektive. Auch Tipps zur Durchführung der Dailies kommen nicht zu kurz. Weitere Kapitel über Scrum in großen und verteilten Projekten sowie zur Einführung in Organisationen runden das Buch ab.

Insgesamt ein durch und durch gelungenes Buch für alle, die wissen wollen, wie Scrum funktioniert. Allen, die Scrum ausprobieren möchten, sei dieses Buch uneingeschränkt empfohlen.