Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Die Schlacht von Corrin

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Die Schlacht von Corrin
Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Die Schlacht von Corrin

Die Schlacht von Corrin schließt die Trilogie um Butlers Djihad ab. Es ist deutlich zu spüren, dass sich Herbert und Anderson verkalkuliert haben, was die Spannungskurve der Geschichte angeht. Im dritten Teil werden etliche völlig neue Personen eingeführt, die für den Fortgang der eigentlichen Handlung überhaupt keine Bedeutung haben. Aber sie werden benötigt, um die Gründung der Navigatoren-Gilde, des Ordens der Bene Gesserit und den Ursprung der Fremen auf Arrakis unterbringen zu können.

Dass das alles unglaubwürdig wird – ja, man kann auch bei einem Science Fiction-Roman von Glaubwürdigkeit sprechen – scheint die Autoren nicht zu interessieren. Die einzige Figur aus dem ersten Band, die noch wesentlich an der Handlung beteiligt ist, ist Vorian Atreides.

Die Handlung dreht sich sehr stark um die Belagerung von Corrin, auf dem sich die letzten Maschinen von Omnius verschanzt haben. Die Politiker der Liga der Edlen wollen keine Soldaten mehr für einen Angriff opfern und so wird die Belagerung ein jahrzehntelanges Langweilen für die Flotte. Die Soldaten stumpfen ab und Omnius gelingt es mit Hilfe einiger menschlicher Kollaborateure eine Krankheit auf Planeten der Menschen auszusetzen. Daraus entwickelt sich eine Nebenhandlung, die schließlich über eine Enkelin von Vorian Atreides die Gründung der Bene Gesserit einleitet.

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Die Schlacht von Corrin
Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Die Schlacht von Corrin – Taschenbuch

Norma Cevna verwandelt sich in die erste Navigatorin und erkennt, wie ihr Antrieb sicher genutzt werden kann, was allerdings im Laufe der Handlung keinerlei Bedeutung mehr hat. Zu guter Letzt wird noch aufgeklärt, woher der Streit zwischen den Häusern Atreides und Harkonnen kommt. Die Ursache ist alles andere als befriedigend und als Grund für einen jahrtausende währenden Zwist mehr als lächerlich.

Fazit: Muss man wirklich nicht gelesen haben. Ziemlich hohl, vor allem ist die Sprache der Übersetzung auf einem sehr niedrigen Niveau. Ob das an der Vorlage liegt, vermag ich nicht zu beurteilen.

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