Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Butlers Djihad

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Butlers Djihad
Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Butlers Djihad

Mit Butlers Djihad erzählen Brian Herbert und Kevin J. Anderson den ersten Teil der lange zurück liegenden Vorgeschichte zu Frank Herberts Wüstenplanet. Wie auch in den später geschriebenen drei Bänden der Chroniken des Wüstenplaneten erreicht das Autorenduo bei weitem nicht das sprachliche Niveau von Frank Herbert.

Zum Inhalt: Der erste Teil der Legende des Wüstenplaneten behandelt eigentlich die Vorgeschichte von Butlers Djihad. Der Leser lernt die wesentlichen Figuren kennen, Serena Butler, die Tochter des Viceroys der Liga der Edlen, die in die Sklaverei der Denkmaschinen gerät, Xavier Harkonnen, ihren Verlobten, der sie daraufhin tot glaubt, Vorian Atreides, Sohn den Cymek Agamemnon, der sich auf die Seite der Menschen schlägt. Außerdem noch den Allgeist Omnius, der Computer, der die synchronisierten Welten beherrscht und Erasmus, einen eigenwilligen Roboter, dessen Verhalten schon fast menschliche Züge aufweist.

Die Geschichte selbst lässt sich kurz zusammenfassen: Durch die Titanen – zu denen auch Agamemnon gehört – erlangen die Denkmaschinen die Herrschaft über einige Welten der Menschen. Die Liga der Edlen ist nicht betroffen, wird aber zu eigentlichen Beginn der Handlung attackiert. Serena Butler versucht, dagegen auf eigene Faust Maßnahmen zu ergreifen, wird aber von den Maschinen gefangen. Sie wird von Erasmus als Sklavin gehalten und bekommt in der Gefangenschaft ein Kind von Xavier, mit dem sie sich kurz vorher verlobt hatte. Das Kind – Manion Butler – wird von Erasmus getötet, was letzten Endes den Ausschlag für einen Aufstand der Sklaven auf der Erde und damit Butlers Djihad gibt.

Brian Herbert & Kevin J. Anderson: Butlers DjihadParallel dazu werden noch einige weitere Handlungen erzählt, die aus meiner Sicht primär dazu dienen, den Stoff auf drei Bände zu strecken. Eine dieser Handlungen ist die Geschichte von Selim Wurmreiter, dem ersten Bewohner von Arrakis, der auf einem Sandwurm reitet, nachdem er fälschlicherweise von seinem Naib verbannt wurde. Eine andere Handlung dreht sich um Tio Holtzmann, der ja durch den nach ihm benannten Antrieb und die Schilde schon in Frank Herberts Romanen erwähnt wurde. Hier wird schnell klar, dass er bei weitem nicht so genial ist, wie ihn die Geschichte später darstellt, sondern viele seiner Ideen Norma Cevna verdankt, der Tochter von Zufa Cevna, die die Herrin der Zauberinnen von Rossak ist. Um diese und ihren Gatten Aurelius Venport spannt sich dann auch eine dritte Nebenhandlung.

Fazit: Das Buch liest sich relativ schnell, weil die Kapitel so kurz sind. Das sprachliche Niveau ist gerade noch erträglich, die Neugier hält den Leser bei der Stange. Zwei Sterne bei Goodreads.

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