Andreas Eschbach: Der Jesus-Deal

Andreas Eschbach: Der Jesus-Deal
Andreas Eschbach: Der Jesus-Deal

Der Mann schreibt wie ein Gott.

Vor mehr als 15 Jahren habe ich Andreas Eschbachs Jesus-Video gelesen und seitdem jedes seiner Bücher verschlungen. Als ich dann hörte, dass es eine Fortsetzung zum Jesus-Video geben würde, zählte ich die Tage bis zum Erscheinen des Buches.

Das Buch ist anders. Die meisten Werke von Andreas Eschbach haben von Beginn an ein Tempo, das den Leser ständig am Ball bleiben lässt. Man kann nicht anders, als weiterlesen. Das war natürlich auch meine Erwartung, als ich begann den Jesus-Deal zu lesen. Ich wollte wieder von Stephen und Judith lesen, den sympathischen Hauptpersonen aus dem Jesus-Video. Allerdings spielten die beiden zunächst überhaupt keine Rolle. John Kaun taucht wieder auf, inzwischen geläutert, diesmal als einer der Guten.

Stattdessen ein 460 Seiten langer Prolog mit Echbasch-untypischen Längen zum Thema christliche Religion. Absolut nicht das, was ich erwartet hatte und nicht das, was ich mir wünschte. Aber dann kommen Stephen, Judith und Andreas Eschbach zurück. Nach dieser sehr langen Einführung, die problemlos auf ein Zehntel hätte reduziert werden können, gibt es wieder Tempo und Spannung. Die letzten 300 Seiten sind Andreas Eschbach pur, sie sind Jesus-Video.

Die Charaktere aus dem Jesus-Video haben sich durchaus glaubhaft weiterentwickelt, kommen aber in meinen Augen zu kurz. Andererseits – Eschbachs Figuren beziehen ihre Glaubwürdigkeit in nicht unerheblicher Weise aus der Tatsache, dass sie eben nicht Indiana Jones sind.

Mein Fazit: Die zweite Hälfte des Buches reicht mir aus, um das Buch mit fünf Sternen und als Must Read zu bewerten. Es ist für mich kein typischer Eschbach, aber es macht Spaß, es zu lesen.

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