Windmesser-Auswertung Mai-Juli 2013

Am 11.05. habe ich meinen Windmesser in Betrieb genommen und dieses Wochenende stand die erste Auswertung an. Die Daten sind teilweise sehr überraschend.

Mai 2013 (11.05.-31.05.)

Windgeschwindigkeiten unter 3m/s (die ersten vier Spalten) machen einen erstaunlich großen Anteil aus, wohingegen Windgeschwindigkeiten über 9m/s (ab Spalte 09-09) kaum noch auftreten. Dazwischen schaut die Verteilung ganz gut aus. Ein VK-36 hätte in den 20 Messtagen im Mai 32,962 KWh Strom produziert, das VK-58 hätte 52,096 KWh geschafft.
Interessant ist, dass die durchschnittliche Windgeschwindigkeit tagsüber deutlich höher ist als in der Nacht.

Juni 2013

Ähnlich wie im Mai schaute es auch im Juni aus. Es gab relativ lange Zeiten, in denen kein Strom produziert worden wäre (ca. 190 Stunden) und wenig Zeiten, in denen Windgeschwindigkeiten über 9m/s auftraten. Die Verteilung dazwischen schaut auch wieder recht gut aus und ein VK-36 hätte in den 30 Messtagen 41,938 KWh Strom produziert, das VK-58 hätte 66,738 KWh geschafft.

Juli 2013

Der Juli war, verglichen mit den beiden Vormonaten, sehr bescheiden. Die Kurve knickt bereits bei 5m/s deutlich ab, Windgeschwindigkeiten darüber traten deutlich seltener auf als in den Vormonaten. Auch wenn noch vier Tage fehlen, ist der Anteil von Zeiten, in denen kein Strom produziert worden wäre mit knapp 160 Stunden sehr hoch.
Die VK-36 hätte an den 27 Messtagen 21,712 KWh Strom produziert, die VK-58 wäre 35,265 KWh gekommen.

Fazit

Würde man die gemessenen Daten auf das gesamte Jahr umlegen, käme eine Ausbeute von 386 KWh beim VK-36 und 616 KWh beim VK-58 heraus. Bei einer Laufzeit von 10 Jahren würde das einem Preis pro KWh von 1,64 EUR beim VK-36 und 1,27 EUR beim VK-58 entsprechen. Liefen die Windräder 20 Jahre, käme man auf einen Preis von 0,82 EUR bzw. 0,63 EUR.
Im Sommer lohnt sich das Windrad also nicht. Insbesondere, weil der Wind tagsüber deutlich stärker ist als in der Nacht und tagsüber die PV-Anlage Strom preiswerter bereitstellen kann.
Ich bin gespannt auf die nächsten 3 Monate, die nächste Auswertung habe ich für Anfang Oktober geplant.

Die Messdaten sowie die Grafiken stelle ich unter CC-BY-NC-SA auf Github bereit.

Angelika Langer & Klaus Kreft: Java Core Programmierung

Angelika Langer & Klaus Kreft: Java Core Programmierung
Angelika Langer & Klaus Kreft: Java Core Programmierung

Mit Java Core Programmierung legt der Software & Support-Verlag einen Band vor, dessen Grundlage eine Artikelreihe des Java Magazins ist. Die Autoren haben den einzelnen Kapiteln im Buch auch den Charakter von Magazinartikeln gelassen, so dass sie weitestgehend unabhängig voneinander gelesen werden können. Es ist allerdings hilfreich, die einzelnen Kapitel nacheinander zu lesen, weil etliche Details die in den ersten Kapiteln erklärt werden und später nur noch kurz zusammengefasst sind.

Im ersten Teil des Buches beschäftigen sich die Autoren mit dem Thema Synchronisation und dem Java Memory Modell. Etliche Kapitel sind dem Thema volatile gewidmet, dabei wird insbesondere auf die Fragestellung eingegangen, ob und wann volatile Variablen Sychronisation ersetzen können. Ausgehend davon werden noch Atomic Scalars und atomare Referenzen behandelt. Es werden etliche Pattern und Anti-Pattern erklärt. Die Code-Beispiele sind angenehm kurz und prägnant gehalten, wobei eine Zeilennummerierung schön gewesen wäre.

Der zweite Teil befasst sich ausführlich mit dem Thema Garbage Collection. Die Generational Garbage Collection, die seit Java 1.3 zum Einsatz kommt, wird ausführlich erklärt. Etliche Tuning-Optionen werden vorgestellt und Vor- und Nachteile der einzelnen Algorithmen besprochen. Zum Schluss wird noch auf den Garbage-First (G1) Garbage Collector eingegangen, der seit Update 14 des JDK 6 verfügbar ist.

Das Buch basiert auf dem Java Runtime Environment in der Version 6, die meisten Prinzipien dürften aber nach wie vor gelten. Das Manko des Buches ist ganz klar ein mangelndes Lektorat. Zwar schreiben die Autoren in der Einleitung, dass die einzelnen Artikel nur marginal überarbeitet wurden, allerdings hätte sich der Verlag durchaus die Mühe machen können, offensichtliche Tippfehler und Buchstabendreher zu korrigeren. Als Leser fühlt man sich dabei nicht sonderlich wertgeschätzt.

Fazit: Java-Entwickler sollten dieses Buch gelesen haben, die vermittelten Kenntnisse sind in jedem Fall sehr hilfreich. Wer Zugriff auf alte Ausgaben des Java Magazins hat, kann sich den Kauf aber sparen.