Mike Cohn: Agile Estimating and Planning

Mike Cohn: Agile Estimating and Planning
Mike Cohn: Agile Estimating and Planning

Wer immer wieder Projekte sieht, in denen das Chaos regiert, in denen die Projektleitung nur reagiert statt zu steuern, dem sei Mike Cohns Agile Estimating and Planning ans Herz gelegt. Ein Buch, das dem Leser eine neue Perspektive darauf gibt, wie Projekte funktionieren können, wenn man nur endlich beginnt, Projekte und ihre Plannung besser zu verstehen.

Das Buch macht einem Lust darauf, Projekte nur noch agil zu planen. Zwar merkt man Cohns deutliche Vorliebe für User Stories und Scrum, aber die Ideen und Konzepte aus diesem Buch sind auch Problemlos mit anderen Methoden des Requirement Engineering oder agilen Vorgehensweisen kompatibel.

Zum Einstieg erfährt der Leser, warum Planung notwendig ist und warum sie so oft daneben liegt. Aus den Gründen für letzteres leitet Cohn ab, dass Planung eigentlich nur agil funktionieren kann – eine Erkenntnis der man unweigerlich zustimmen muss, wenn man neben der agilen auch die Welt des V-Modells kennt.

Im zweitel Teil des Buches nimmt Cohn dem Leser die Angst, zu schätzen. Es wird klar, dass Schätzen inhärenter Bestandteil von Planung ist und die einzige Möglichkeit, besser zu planen, darin besteht, besser zu schätzen. Dazu muss man mit dem Schätzen allerdings erst einmal beginnen. Mit echtem Schätzen, versteht sich. Cohn erklärt, wie man im Team schätzen kann, wann man neu schätzen muss und wann Story Points oder Ideal Days die bessere Grundlage sind.

Der dritte Teil des Buches geht auf die Fragen ein, anhand welcher Werte man priorisieren sollte. Steht das Budget im Vordergrund? Oder eher die Funktionalität? Man erfährt, wie man beides gewichten kann und den Kunden zufrieden stellt. Zum Abschluss des dritten Teils erfährt der Leser noch einiges wichtige über das Splitten von Stories, wie man anhand von Datenstrukturen, Geschäftsprozessen oder Cross-Cutting-Concerns splittet um ein Projekt beherrschbar – und damit planbar – zu machen.

Wie man einen agilen Plan mit einer Zeitplanung versieht, wird im vierten Teil des Buches erklärt. Ausgehend vom Release-Plan geht es zum Plan für Iterationen, entweder basierend auf der Velocity oder basierend auf Commitments. Auch die Unterschiede zwischen Release- und Iterationsplan werden erklärt. Interessant ist auch das Thema Schätzen der Verlocity und wie man in agilen Plänen mit Puffern umgeht. Ein kurzes Kapitel widment sich der Frage, wie man agile Pläne für Projekte mit mehr als einem Team aufstellen kann.

Da auch in agilen Projekten gefragt wird, wie weit das Projekt den voran gekommen ist, erklärt Cohn im fünften Teil des Buches, wie man Release- und Iterationsplänge beobachten kann und Maßnahmen ableitet. Es wird auch darauf eingegangen, wie man über und mit agilen Plänen kommuniziert. Die beiden letzten Teile widmen sich zum einen der Frage, warum agile Planung funktioniert und einer Fallsstudie zum Thema agile Planung.

Fazit: Agile Estimating and Planning ist die konsequente Fortsetzung von User Stories Applied. Wer Projekte plant, egal ob agil oder klassisch, für den ist dieses Buch ein Muss.

Mike Cohn: User Stories Applied

Mike Cohn: User Stories Applied
Mike Cohn: User Stories Applied

User Stories Applied ist nach wie vor das Standard-Werk, wenn es um das Erstellen, Verwalten und Schätzen von User Stories geht. Mike Cohns Buch ist für Anfänger, die gerade beginnen, sich mit User Stories zu beschäftigen, ebenso gut geeignet wie als Inspriration für alte Hasen.

Im ersten, einführenden Teil erklärt der Cohn, was User Stories und Akzeptanztests eigentlich sind. Dabei erklärt er das Schreiben von Stories anhand des INVEST Paradigmas von Bill Wake. Wichtig fand ich das Kapitel 3 über die Benutzerrollen, denn das ist in meinen Augen der ideale Einstieg in einen Story-Workshop. Der Story-Workshop wird in Kapitel 4 als eine Möglichkeit vorgestellt, zu Ideen für User Stories zu kommen. Andere beschriebene Alternativen sind Fragebögen, Interviews und Beobachten von Benutzern. In Kapitel 5 erklärt Cohn, welche Rollen als User Proxy zum Einsatz kommen können und welche Stärken und Schwächen diesen Rollen anhaften. Ein wichtiges Kapitel, denn leider gibt es zu häufig keinen Kontakt zwischen den Entwicklungsteams und den Nutzern. Wie man Akzeptanztests für die User Stories erstellt, wie viele man benötigt und was sie beinhalten sollten wird im darauf folgenden Kapitel erklärt. Beendet wird der erste Teil des Buches einem Kapitel, das zusammenfasst, wie man gute User Stories schreibt. Man sollte mit klaren Zielen anfangen, große Stories aufteilen, das User Interface erst sehr spät beschreiben und noch einiges mehr.

Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit Fragen rund um das Planen mit und das Schätzen von Stories. Zunächst geht Mike Cohn auf die Idee der Story Points ein. Er erklärt, warum es wichtig ist, dass das Team die User Stories gemeinsam schätzt. In Kapitel 9 wird erklärt, wie man ein Release mit User Stories plant. Kapitel 10 macht deutlich, wie die Arbeit mit User Stories in Interationen erfolgen kann (z.B. Sprints in Scrum). Zum Abschluß des zweiten Teils erklärt Cohn noch, wie die Velocity gemessen werden kann, wie sie bei der Planung hilft und wozu Burn Down Charts eingesetzt werden können.

Alle Themen, die nicht in die beiden ersten Teile passen, aber wichtig sind, werden im dritten Teil „Frequently Discusses Topics“ besprochen. Das erste dieser Themen ist in Kapitel 12 die Frage, was User Stories nicht sind, gefolgt von einem Kapitel zur Frage, warum man User Stories benutzen sollte. Kapitel 14 stellt einige Story Smells vor, die leider immer wieder passieren und in Kapitel 15 geht Cohn kurz auf das „Dream-Team“ User Stories mit Scrum ein. Abgeschlossen wird der dritte Teil mit verschiedenen Randthemen wie der Frage, nach den Zusammenhängen von Bugs und User Stories aus Anforderungs- und Planungssicht.

Das Buch wird durch einen vierten Teil abgerundet, in dem in mehreren Kapiteln ein Beispiel durchgesprochen wird. Dieser Teil ist im Wesentlichen für Einsteiger interessant, die Orientierung für das Handwerk benötigen.

Wie eigentlich alles, was Mike Cohn schreibt, kann ich auch dieses Buch wärmstens empfehlen.

R.A. Salvatore: Die Dunkelelfen

R.A. Salvatore: Die Dunkelelfen
R.A. Salvatore: Die Dunkelelfen (Die Legende von Drizzt, Buch I)

R.A. Salvatores Die Saga vom Dunkelelf wurde 2010 neu aufgelegt. Aus den ursprünglichen sechs Büchern wurden drei, wie im amerikanischen Original auch. Nachdem ich mit Gauntlgrym wieder Gefallen an Salvatore gefunden hatte, dachte ich mir, dass es an der Zeit sei, endlich zu lesen, wie die Geschichte von Drizzt Do’Urden eigentlich begann.

Sie beginnt in Menzoberranzan, der Stadt der Dunkelelfen, tief unter der Erde. Drizzt wird in eine düstere Welt geboren, beherrscht von einer grausamen Spinnengöttin und seiner Mutter Oberin Malice und darf nur am Leben bleiben, weil sein zweitgeborener Bruder Dinin seinen erstgeborenen Bruder während eines Überfalls ermordet. Drizzt wächst heran und wird von Zaknafein, dem Waffenmeister des Hauses Do’Urden, zum Kämpfer ausgebildet. Er schafft es, die Ausbildung an der Akademie Tier Breche erfolgreich zu absolvieren und wird ein bemerkenswerter Krieger. Ständig hin- und hergerissen zwischen seinem Gewissen und der harten Realität in Menzoberranzan, wird Drizzt in Intrigen zwischen den mächtigen Häusern der Stadt verwickelt. Als Drizzt bei einem Überfall an der Oberfläche ein Kind verschonte, wird er von seiner Familie verstoßen und flüchtet.

Nachdem ich Gauntlgrym gelesen hatte, war dieses Buch sprachlich eher seicht. Die Hintergründe von Drizzts Leben an der Oberfläche sind aber dennoch spannend und ich werde mit Sicherheit auch die anderen beiden Teile noch lesen.

Rolf Dobelli: Die Kunst des klugen Handelns

Rolf Dobelli: Die Kunst des klugen Handelns
Rolf Dobelli: Die Kunst des klugen Handelns

Die Kunst des klaren Denkens hatte ich ja schon rezensiert und für gut befunden, nun habe ich mir auch die Fortsetzung gekauft. Das Buch folgt dem gleichen Schema: In 52 kurzen Texten erläutert Rolf Dobelli Denkfehler, Irrtümer und Verhaltensweisen, die uns Menschen irgendwie zu eigen sind – aber oft völlig in die falsche Richtung weisen.

Diesmal werden Themen wie die Transportierbarkeit von Wissen, das Finden echter Alternativen und zu vieles Denken beleuchtet. Man erfährt auch, wieviel Informationen man seinen Feiden zur Verfügung stellen sollte und warum wir lieben, was und Aufwand gekostet hat. All das führt dann auch wieder zu viel Erleuchtung, rund um die Dinge, die man immer wieder falsch macht. Der Unterhaltungswert ist auch diesmal wieder gleichauf mit dem Erkenntnisgewinn.

Fazit: Auch diese Fortsetzung kann ich sehr empfehlen. Wieder lernt man von Rolf Dobelli etliche Dinge, die sehr nützlich sein können.

Frank Schätzing: Tod und Teufel

Frank Schätzing: Tod und Teufel
Frank Schätzing: Tod und Teufel

Köln, 1260: Der Dom entsteht und mit ihm vielfältige Intrigen.

Der junge Dieb Jacob wird unfreiwillig Zeuge, als der Baumeister des Doms vom Gerüst stürzt. Ein Mord ist passiert und Jacob, der alles beobachtete, wurde entdeckt. Seine einzige Chance ist es, den Täter zu entlarven, denn er selbst wird auch verfolgt. Auf der Flucht lernt Jacob Richmodis, die Tochter eines Färbers, kennen. Richmodis stellt Jacob schließlich ihrem Onkel vor, mit dessen Hilfe es gelingt, die Veschwörung aufzudecken.

Frank Schätzings Roman ist Krimi und Historien-Thriller gleichermaßen. Ungemein spannend zu lesen, aber das darf man von einem Schätzing auch erwarten.

Was mich besonders positiv überraschte ist, dass Schätzing, von dem ich bereits Der Schwarm, Lautlos und Die dunkle Seite gelesen hatte, die mittelalterliche Welt in eine solche Lebendigkeit darstellen kann.

Fazit: Sollte man gelesen haben, es macht echt Spaß!

Michael Crichton: Gold

Michael Crichton: Gold
Michael Crichton: Gold

Defintiv ein Crichton, das ist klar. Wenn auch kein typischer, denn meistens handelten Crichtons Romane von eher zukunftsorientierten Themen. Gold handelt von der Vergangenheit. Genauer gesagt, im 17. Jahrhundert.

Captain Charles Hunter will mit seiner Crew eine spanische Galeone voller Gold kapern. In einem Hafen, der uneinnehmbar ist. Ein Vorhaben, das bestenfalls als unmöglich gilt – wenn man nicht die richtigen Leute hat. Doch Hunter hat genau die richtigen Leute um sich versammelt und so beginnt ein rasantes Abenteuer, von dem man keine Sekunde verpassen möchte.

Das Buch wurde 2009 posthum veröffentlicht, da Michael Crichton leider 2008 an Kehlkopfkrebs verstarb. Man merkt dem Buch auch irgendwie an, dass es nicht fertig ist. Zwischendurch gibt es Hüpfer in der Handlung und man gewinnt den Eindruck, dass da noch etwas hätte passieren sollen. Dennoch, die Handlung spannt einen soliden Bogen und lässt es nicht an Spannung fehlen.

Fazit: Für Crichton-Liebhaber wie mich eine Pflichtlektüre. Für alle anderen durchaus auch empfehlenswert.

Steve Alten: Die Rückkehr

Steve Alten: Die Rückkehr
Steve Alten: Die Rückkehr

Den ersten Teil, 2012 – Schatten der Verdammnis, habe ich ja bereits vor einigen Jahren rezensiert. Nun ist 2012 vergangen, ohne dass irgend etwas Nennenswertes passierte. Genauso wenig wie 2012 etwas Nennenswertes passierte, ist auch diese Fortsetzung nur wenig nennenswert. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht so recht, was ich dazu sagen soll.

Sie spielt 10 bis 20 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils. Dominique hat Zwillinge von Michael bekommen und versucht die beiden einigermaßen behütet zu erziehen. Das klappt natürlich nicht, weil sie ja Bestandteil der Maya-Prophezeiung sind.

In einem mehrere Dekanden dauernden Hin und Her, bei dem einer der beiden Jungs telephatischen Kontakt zu einem zeitgleich geborenen Mädchen hält, dass sich zu einer besonders bösen und hinterhältigen Frau entwickelt, reisen die beiden Gabriel-Zwillinge mit ziemlich schrägen Typen irgendwo hin um dann zwischen den Welten ihren Vater zu finden, der natürlich nicht tot ist.

Die Handlung an sich ist schon irgendwie spannend, man will wissen wie es weiter geht. Aber so viele logische Fehler und unnötige Extreme wie in dieser Fortsetzung braucht es wirklich nicht. Hat einem der erste Teil gefallen, weil er in sich stimmig ist, wird man den zweiten Teil für Käse halten.

Fazit: Kein Buch, das die Menschheit gebraucht hätte. Es hat auch nichts mit 2012 zu tun. Taugt aber Erhöhung für Blumentöpfe am Fenster.

Stanislaw Lem: Solaris

Stanislaw Lem: Solaris
Stanislaw Lem: Solaris

Wenn es einen Science Fiction Roman gibt, der das Attribut „wunderschön“ verdient, dann ist es Solaris von Stanislaw Lem.

Die Menschheit hat sich auf die Suche nach Leben im All gemacht und ist dabei auf den Planet Solaris gestoßen. Der Planet, bedeckt von einem einzigen großen Ozean, gehorcht völlig eigenen physikalischen Prinzipien. Über hundert Jahre wird der Planet bereits von Menschen erforscht, die mittlerweile eine Raumstation zu diesem Zweck in seiner Umlaufbahn errichtet haben, als der Psychologe Kris Kelvin nach Solaris geschickt wird.

Von den drei Wissenschaftlern an Bord kannte er nur einen und dieser hat sich einen Tag vor seiner Ankunft das Leben genommen. Die beiden anderen verhalten sich seltsam, ohne das Kelvin es sich erklären kann. Außer ihnen scheinen aber noch andere Menschen an Bord der Raumstation zu sein und eines Tages tauscht Kelvins verstorbene Freundin Harey auf. Kelvin fürchtet, verrückt geworden zu sein, doch nach und nach kann er sich erklären, was die Ursache für die Besucher ist, die auch den anderen Wissenschaftlern an Bord erscheinen. Zu gutzer Letzt werden alle Gäste, die den drei Menschen auf Solaris erschienen sind, durch ein gezieltes Experiment eines der Wissenschaftler zerstört. Kelvin reist daraufhin auf die Planetenoberfläche, um den Ozean zu berühren.

Fazit: Was für ein Meisterwerk. Sprachlich brilliant, wissenschaftlich plausibel und eine hochgradig spannende Handlung. Ich konnte es gar nicht aus der Hand legen. Muß man unbedingt gelesen haben!

R.A. Salvatore: Gauntlgrym

R.A. Salvatore: Gauntlgrym
R.A. Salvatore: Gauntlgrym (Niewinter, Buch I)

Mehr als 15 Jahre war es her, dass ich die Forgotten Realms von R.A. Salvatore gelesen hatte. Damals fand ich die Romane um den Dunkelf Drizzt Do’Urden spannend, fesselnd und habe sie mit Begeisterung verschlungen.

Als letztes Jahr eine neue Romanreihe ihren Auftakt fand, bekam ich den ersten Band als Geschenk und habe ihn natürlich sofort gelesen. Gauntlgrym spielt viele Jahrzehnte nach den Ereignissen, die in den Forgotten Realms erzählt wurden. Nur Bruenor Heldenhammer und Drizzt Do’Urden leben noch. Das Buch beginnt spektakulär, denn im Prolog stirbt Bruenor, König von Mithril Halle. Allerdings ist sein Tod nur vorgetäuscht, denn in Wahrheit wollte Bruenor nur abdanken, um auf seine alten Tage noch einmal Abenteuer mit seinem Freund Drizzt zu erleben. Vierzig Jahre nach seinem Abdanken halten sich Bruenor und Drizzt im Süden auf, als die Stadt Niewinter einem Feuer zum Opfer fällt, verursacht, durch Kräfte, die niemand einzuschätzen vermag. Erst zehn Jahre später erfahren die beiden das Geheimnis, das Erwachen von Gauntlgrym. Drizzt und Bruenor machen sich gemeinsam mit Jarlaxle, Athrogate und Dahlia auf den Weg zur legendären Zwergenstadt Gauntlgrym.

Ich weiß nicht, ob der Roman ein typischer Salvatore ist, es ist zu lange her, dass ich ein Buch von ihm las. Auf jeden Fall ist die Handlung rasant, auch wenn sie sich über viele Dekaden erstreckt. Das Buch ist spannend, Gauntlgrym erinnert mich an vielen Stellen an die Geschichten von Moria aus dem Herrn der Ringe. Ob Drizzt Do’Urden mit Dahlia eine Gegenspielerin oder Gefährtin für neue Abenteuer gefunden hat, wird sich sicherlich im nächsten Band zeigen. In jedem Fall sind die beiden interessante Charaktere.

Fazit: Kann man lesen, im Urlaub oder im Flugzeug.

Rolf Dobelli: Die Kunst des klaren Denkens

Rolf Dobelli: Die Kunst des klaren Denkens
Rolf Dobelli: Die Kunst des klaren Denkens

Ein Buch wie dieses von Dobelli musste meine Frau mir einfach schenken. Und sie hat klug gehandelt, es zu tun.

Der Titel verspricht jedenfalls nicht zu viel, im Gegenteil, man wird überrascht von einer Fülle verschiedenster Denkfehler und Irrtümer, die einem im täglichen Leben immer wieder passieren. Ob privat oder beruflich, jeder, dem ich begegne, seit ich das Buch gelesen habe, setzt pro Tag mindestens eins der beschriebenen Muster perfekt um.

Dobelli erklärt unter anderen, warum man die Vergangenheit ignorieren sollte, wenn es um Sunk Costs geht und wie dass man Theorien immer zu falsifizieren versuchen sollte – statt wie die meisten Menschen, nach Bestätigung zu streben.

Ein lohnenswertes Büchlein mit 52 kurzen Kolumnen über menschliche Irrungen. Zwar wird man sie nach der Lektüre nicht vermeiden können, aber man kann bewusster mit ihnen umgehen. Und das hilft im Leben enorm.

Fazit: Sollte man gelesen haben.