Joe Haldeman: Der ewige Krieg

Joe Haldeman: Der ewige Krieg
Joe Haldeman: Der ewige Krieg

Die Zukunft ist düster für alle, die zum Militär einberufen werden. Sie kämpfen gegen einen Feind, den sie nie zu sehen bekommen. Sie unternehmen Reisen, die sich über Monate und Jahre erstrecken, in denen sie im Tiefschlaf in gigantischen Raumschiffen durchs All rasen.

William Mandella ist Soldat und erzählt über seine Erlebnisse eines mehrere hundert, ja über tausend Jahre währenden Krieges gegen einen Feind, die Taurier, den die Menschheit nie persönlich getroffen hat. Durch die Effekte der Relativität vergehen für die Soldaten in ihren Raumschiffen nur wenige Wochen und Monate während auf der Erde Jahrhunderte verstreichen. Nach seiner ersten Mission, auf deren Rückreise das Raumschiff durch einen Taurier-Angriff schwer beschädigt wurde, muss Mandella feststellen, dass sich die Gesellschaftsstrukuren auf der Erde radikal verändert haben. Zwar sind er uns seine Kameraden durch den Zinseszins-Effekt reich, aber ein Leben auf der Erde erscheint für ihn nicht mehr lebenswert. Mandella entscheidet sich, Soldat zu bleiben und zieht weiter in den Kampf. Mit Drogen vollgepumpt, psychisch an der Belastungsgrenze, kehr er schließlich nach mehr als eintausend Erdenjahren dem Militär den Rücken zu.

Fazit: Das Buch sollte man gelesen haben. Es zeigt die Widerwärtigkeit eines Krieges, der ebenso sinnlos wie ziellos ist. Gerade zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist das Grundthema des Buches aktueller als jemals zuvor.