Wolfgang Hohlbein: Horus

Wolfgang Hohlbein: Horus
Wolfgang Hohlbein: Horus

Etliche Jahre habe ich einen großen Bogen um Hohlbein gemacht, weil er irgendwie sein Orm verloren zu haben schien. Als ich dann Horus im Buchladen entdeckte, fand ich die Beschreibung auf dem Umschlag spannend und habe es mitgenommen. Das Buch hat mich nicht enttäuscht. Hohlbein schreibt wie in seinen besten Zeiten. Eine ebenso spannende wie fantastische Story mit Wendungen, die einen das Buch nicht aus der Hand legen lassen.

Die Geschichte spielt im London des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Eine geheimnisvolle, schwarzhäutige Frau steigt von einem Schiff und findet ein Quartier bei einer alten Dame. Der Name der Frau ist Bast und sie ist auf der Suche nach jemandem. Zur gleichen Zeit geht in London ein Mörder um, Jack the Ripper. Es erscheint naheliegend für Bast, dass dieser Jack the Ripper derjenige ist, den sie sucht. Basts Geheimnis ist ihre Familie, die alten ägyptischen Gottheiten. Eine mitreissende Jagd durch das alte London beginnt, in der mächte Wesenheiten aufeinandertreffen, immer überschattet von den brutalen Morden von Jack the Ripper.

Hohlbein gelingt es, die Stimmung Londons zu Ende des 19. Jahrhunderts einzufangen und mit den mystischen ägyptischen Gottheiten zu vermengen. Die Idee, eine Figur wie Jack the Ripper und die ägyptische Göttin Bastet ebenso wie Horus in einem Roman aufeinandertreffen zu lassen, ist ebenso ungewöhnlich wie spannend.

Mit Horus hat Wolfgang Hohlbein wieder einen Fantasy-Thriller geschaffen, der sich eines Vergleichs mit Dan Brown nicht zu scheuen braucht. Mein Fazit: Eine verdiente Leseempfehlung.

Steve Alten: Schatten der Verdammnis

Steve Alten: Schatten der Verdammnis
Steve Alten: Schatten der Verdammnis

Steve Alten folgt den Spuren von Michael Crichton: extreme Spannung, aus historischen und wissenschaftlichen Fakten oder genialer Fiktion aufgebaut. Schatten der Verdammnis beschäftigt sich mit dem Ende der Welt, wie es der Maya-Kalender für das Jahr 2012 voraussagt – angeblich, wohlgemerkt. Die junge Psychaterin Dominique lernt während eines Praktikums in einer Klink den scheinbar durchgedrehten Michael Gabriel kennen, Sohn des für verrückt erklärten Archäologen Julius Gabriel. Letzterer beschäftigte sich intensiv mit den Rätseln um den alten Maya-Kalender.

Als die Prophezeihung des Weltuntergangs Wirklichkeit zu werden droht, befreit Dominique Michael, der zu wissen behauptet, wie die Katastrophe aufgehalten werden kann, aus der psychatrischen Klinik und die beiden starten zu einer fantastischen und rasenden Jagd um die Wette mit der amerikanischen Regierung, dem Militär und einem Feind, dem die Menschheit nicht gewachsen ist.

Ein spannender Thriller der für kurze Nächte sorgt. Muss man nicht gelesen haben, aber mit Sicherheit um Längen besser als Roland Emmerichs Explosionstirade zum gleichen Thema.

Stephen Hawking: Eine kurze Geschichte der Zeit

Stephen Hawking: Eine kurze Geschichte der Zeit
Stephen Hawking: Eine kurze Geschichte der Zeit

Stephen Hawkings Buch über die Beschaffenheit des Universums ist ja legendär. Nachdem ich in letzter Zeit einige Bücher über Physik gelesen hatte, kam irgendwann eben auch die kurze Geschichte der Zeit dran. Und ich muss sagen: das Buch hat seinen Ruf zurecht. Komplexe Theorien wie die Relativitätstheorie und die Quantenmechanik sind sehr anschaulich und vor allem verständlich erklärt.

Nicht, dass man die Ideen nach der Lektüre perfekt wiedergeben könnte, aber man kann die Leistungen von Einstein, Planck, Heisenberg und Bohr nachvollziehen.

Star Trek betrachtet man etwas amüsierter, wenn man die Kapitel über Schwarze Löcher, Wurmlöcher und Zeitreisen gelesen hat, aber das hat man dann ja quasi so gewollt. 😉

Wer gerne populärwissenschaftliche Bücher liest oder sich für Physik interessiert, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

Clark Strand: Einfach meditieren

Clark Strand: Einfach meditieren
Clark Strand: Einfach meditieren

Normalerweise bin ich von Büchern zum Thema Meditation eher enttäuscht. Zumeist liest man dort ja nur, wie toll die spirituelle Erfahrung ist, wie man sich zu setzen hat, wie man zu atmen hat usw. usf. Das Buch von Clark Strand hebt sich überaus positiv von all diesen Anleitungen ab. In gewisser Weise entspricht die Beschreibung des Autors wie Meditation funktioniert, genau meiner Erfahrung und Weltansicht.

Meditation ist halt einfach etwas ganz Persönliches, es gibt keine falsche oder schlechte Meditation, wie Gurus den Leuten oft einreden wollen. Nebenbei erfährt man etliche kleine Details über das Leben von Clark Strand, der als ehemaliger Zen-Mönch einen hochinteressanten Weg hinter sich hat.

Ich kann das Buch uneingeschränkt allen empfehlen, die sich mit dem Thema näher beschäftigen wollen. Vorkenntnisse sind keine notwendig und wer bisher enttäuschende Erfahrungen mit Meditation gemacht hat, wird diese nach der Lektüre des Buches etwas anders sehen.